Alles ist verbunden

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Alles, was existiert, ist verbunden,
hat ein gemeinsames Ziel, einen gemeinsamen Atem.
Pflanzen, Tiere Felsen und Menschen atmen.
Die Erde atmet.
Erdmutter Natur ist der sichtbar
gewordene Atem des Schöpfers.

John Redtail Freesoul (Cheyenne – Arapahoe – Indianer)

Mehr spirituelle Impulse täglich hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/

Überlasse mich dem unendlichen Raum

Titelblatt der Zeitschrift / Foto: (c) wak

Mein Wille hat kein Ziel,
und ich weiß nicht,
wohin ich komme.

Ich gehe und komme
und weiß nicht,
wo ich Halt mache.

Ich wandere hin und her
und weiß nicht,
wo es endet.

Schwebend überlasse ich mich
dem unendlichen Raum…

Tschuangs-Tse / Dschuang Dsi / Zhuangzi
(Buch XXII, Nr. 5: Wo ist der Sinn)

Die Zeitschrift „Der Kunde“, deren Titelseite des 1. Jahres 1928, Nr. 9/10, zu sehen ist, war das Organ der „Bruderschaft der Vagabunden“. Ab dem Frühjahr 1927 wurde sie vom Balinger Landstreicher und Schriftsteller Gustav Brügel herausgegeben. Gregor Gog wurde erst Schriftleiter und dann Herausgeber.Der Name der Zeitschrift bezog sich auf der seit dem frühen 19. Jahrhundert belegten rotwelschen Bezeichnung Kunde für „wandernder Handwerksbursche, Bettler, Landstreicher“. Die Ausgabe kostete 30 Pfennig. Es gab aber auch den Hinweis: „Kunden, die unterwegs sind, bezahlen nichts“. Unter anderem erschienen in der Zeitschrift Texte von Franz von Assisi, Ghandi, Jesus, Knut Hamsun.

Der Linolschnitt ist von Artur Streiter. Mehr zu ihm hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Artur_Streiter

Schreiten am Rande des Abgrunds

Holzschnitt: HAP Grieshaber / Foto: (c) wak

Als leere Engel, Geschöpfe ohne Schöpfer, Medien ohne Nachricht schreiten wir am Rande des Abgrunds einher. Unser Weg, der ebenso gut gestern oder Jahre zuvor hätte enden können, ist nicht das Ziel und weiß nichts von der Notwendigkeit, außer der seiner Kontingenz. Ein Irrweg trägt uns auf den Pfaden des Identischen vom Selben zum Selben: wohin wir auch gehen, wir schleppen in uns die Wüste, in die wir uns zurückgezogen haben.

Tiqqun in Theorie vom Bloom, Zürich 2003, S. 23

Unser Lachen lachen – unsere Tränen weinen

Foto: © wak

Ich denke, das Ziel im Leben
ist nicht, immer glücklich zu sein,
sondern all unser Lachen zu lachen
und all unsere Tränen zu weinen.
Was auch immer sich in uns offenbart,
es ist das Leben,
das sich darin zeigt
und es ist immer ein Geschenk,
sich damit zu verbinden.

Marshall B. Rosenberg (1934 – 2015) in: Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation. Ein Gespräch mit Gabriele Seils, Herder 2004, S. 18f

 

Doing Nothing – Nichts Tun in Marienstatt / Westerwald – 16. – 19. Januar 2020 / Herzliche Einladung

Zum Vergrößern bitte jeweils auf das Bild klicken

Nichts Tun …

Zwei Tage ohne Ablenkungen,
ohne Handy, Bücher, Small-Talk
und Internet. Erforschen, wie es
ist, die Zeit leer sein zu lassen,
still zu werden und dem Leben
gegenwärtig zu begegnen.

Wie es sein kann, keinen Plan zu
haben, sich treiben zu lassen, mal
hier mal dort zu sitzen, spazieren
zu gehen, ohne Ziel, ohne
Absicht, ohne Leistungsdruck.

Und zu erfahren wie die neu
gewonnene Langsamkeit Raum
schafft, Gelassenheit schenkt,
Heilung bewirkt, Batterien auflädt
und die kreativen Kräfte erneuert.

 

Seminarbeginn: Donnerstag, 16. Januar 2020 um 17 h / Ende: Sonntag, 19. Januar 2020 um 14 h
Kosten: 320,- für geringe Einkommen 290, – all inclusive

Anmeldung:
weissefeder@netcologne.de
Tel : 0049 (0) 221 2406997

Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt

Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt;
der Feuer sieht, und weiß nicht, wo es brennt;
vor dem die Welt in fremde Sonnen rennt.

Ich bin ein Träumer, den ein Lichtschein narrt;
der in dem Sonnenstrahl nach Golde scharrt;
der das Erwachen flieht, auf das er harrt.

Ich bin ein Stern, der seinen Gott erhellt;
der seinen Glanz in dunkle Seelen stellt;
der einst in fahle Ewigkeiten fällt.

Ich bin ein Wasser, das nie mündend fließt;
das tauentströmt in Wolken sich ergießt;
das küßt und fortschwemmt, – weint und froh genießt.

Wo ist, der meines Wesens Namen nennt?
Der meine Welt von meiner Sehnsucht trennt?
Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt.

Erich Mühsam (1878 – 1934)

Hehre Ziele

 

Wenn man das heute so sieht, hat es schon was: DEM WAHREN SCHOENEN GUTEN heißt es bei der Inschrift der Alten Oper in Frankfurt am Main. Welch hehre Ziele.