Mystik-Kreis am 1. Juli zur „Wolke des Nichtwissens“

1. Juli 10 – 15 h – „Die Wolke des Nichtwissens“

„Die Wolke des Nichtwissens“, entstanden in englischer Volkssprache im späten 14. Jahrhundert, ist ein „Klassiker“ der mystischen Literatur – und gleichzeitig noch immer aktuell. Kern dieser mystischen Anleitung ist die Einsicht, dass Gott mit menschlichen Kategorien nicht erfasst werden kann. In der „Wolke des Nichtwissens“ befinden wir uns im „mystischen Schweigen.“

Das Werk bietet dem zur Kontemplation berufenen Leser eine praktische Anleitung auf dem kontemplativen Weg, indem der Autor ihn lehrt, von allen Bildern und Gedanken leer zu werden und unter der „Wolke des Vergessens“ zu begraben. Greift der Autor, wahrscheinlich ein Kartäuser, einerseits unter anderem auf die negative Theologie des Dionysos Areopagita zurück, formuliert er andererseits manche Passagen so, wie Johannes vom Kreuz rund 200 Jahre später. Eine breite neue Aktualität hat der Text in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gefunden, als Parallelen der „Wolke“ mit Aussagen des Zen-Buddhismus diskutiert wurden.

Damit wir planen können, Anmeldungen bitte bis zum 25. Juni bei:

Rani Kaluza
weissefeder@netcologne.de
Fon: 0221/ 2406997

Hier können Sie den Flyer von „Mystik hier und jetzt“ herunterladen:

https://de.scribd.com/document/373535678/Mystik-hier-und-jetzt-Studien-und-Praxiskreis-Einsichten-und-Erfahrungen?secret_password=Ss9hY6RXq5uhVIHkVq87

Infos auch hier:

https://www.facebook.com/events/171462530190722/?acontext=%7B%22source%22%3A22%2C%22action_history%22%3A%22%5B%7B%5C%22surface%5C%22%3A%5C%22timeline%5C%22%2C%5C%22mechanism%5C%22%3A%5C%22surface%5C%22%2C%5C%22extra_data%5C%22%3A%5B%5D%7D%5D%22%2C%22has_source%22%3Atrue%7D&source=22&action_history=%5B%7B%22surface%22%3A%22timeline%22%2C%22mechanism%22%3A%22surface%22%2C%22extra_data%22%3A%5B%5D%7D%5D&has_source=1&fref=mentions

 

Hier noch ein paar Informationen zum Mystik-Kreis:

Mystik ist der Grundzug jeder Religion. Jeder mystische Weg ist ein Weg aus einem allzu engen konfessionellen Religionsverständnis heraus. Das muss nicht ein Abschied von der Religion an sich bedeuten, wohl aber sprengt und übersteigt die Mystik alles, was die Religion verdinglichen und festschreiben will.

Und damit Mystik nicht im Kopf bleibt, sondern in die lebendige Praxis kommt, müsste jene Sicht wohl um diese Gedanken ergänzt werden: Die tiefste Form des Miteinander-Teilens geschieht in und durch mystische Weisheit, durch Lehren, Einsichten, Methoden des spirituellen Lebens und deren Früchte.

Namen wie Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Hildegard von Bingen, Meister Eckhart, Johannes Tauler, Geert Groote, Thomas von Kempen, Bede Griffiths, Thomas Merton und Dorothee Sölle stehen für einen mystischen Strom, der seit 10.000 Jahren wirkt und bis heute nicht zu fließen aufhörte.

In dem Studien- und Praxis-Kreis geht es darum, anhand von Texten aus der mystischen Tradition und kontemplativer Praxis auszuloten, wie aktuell Mystik ist und was sie mit dem konkreten Leben im Hier und Jetzt zu tun hat.

Doing Nothing

Absichtslos sein. Sinn und Zweck nicht kennen müssen. Nur horchen, sehen, spüren. Innen und Außen. Die momentane Befindlichkeit des Körpers, der Gefühle, des Verstandes und die Atmosphäre des Raumes, in dem man gerade sitzt oder liegt und wo nichts passiert.

Nichts tun.

Mühelos, ohne jemanden beeindrucken zu wollen. Sitzend auf einem Stuhl, einer Bank, einem Meditationskissen. Oben auf dem Hochstand eines Waldes oder unten auf dem Stein am Ufer eines Sees.

Sehen, hören, riechen, schmecken, es geschieht von allein. Das Rauschen des Windes draußen in dem Bäumen, die zarte Staubschicht auf einer Vase, Licht auf den Blättern einer Pflanze, das Gefühl von Traurigkeit im Bereich des Bauches.

Nicht-tun ist keine Meditation im herkömmlichen Sinne und doch ist es eine Praxis – eine sehr kraftvolle sogar. Reines Nicht-Tun ist ein Weg, der sich in vielen spirituellen Traditionen wieder findet, auch in der christlichen Mystik. Hier steht er allen gleichermaßen offen, unabhängig von Glaubensrichtung, Herkunft oder Weltsicht.

© Rani Kaluza

Wer wir sind:

Werner A. Krebber
* 1954, ist gelernter Buchhändler und hat Theologie und Germanistik studiert. Nach vielen Jahren als Redakteur ist er heute vor allem als Autor und Blogger tätig.
Veröffentlichungen in Büchern, Blogs und Zeitschriften u.a. zu den Themen Beginen und Mystik, Kirche und Welt (Sozialethik, Carl Sonnenschein) Mystik und Spiritualität (Meister Eckhart, Johannes Tauler, Thomas Merton etc.) Kunst und Medien, Sucht und Spiritualität.

mystikaktuell.wordpress.com | wernerkrebber.wordpress.com

Rani Kaluza
* 1959, studierte freie Malerei, Autorin, Schneiderin, Malerin. Ihr spiritueller Weg begann 1976 mit einem Buch über Zen. 1988 begegnete sie dem Tibetischen Buddhismus von Chögyam Trungpa. Es folgte intensive Meditations-Praxis, Retreats, u.a. ein zweijähriger Aufenthalt in den USA. 2001 lernte sie den Advaita-Lehrer Samarpan Golden kennen, der sie 12 Jahre als spiritueller Lehrer begleitet hat. Seit 2013 geht Rani einen eigenen spirituellen Weg.

doingnothing.de | facebook.com/doingnothingretreats

Organisatorisches:

Wir treffen uns an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt, bitte vorher anmelden. – Kostenbeitrag 15,– Euro

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Es sucht der Menschengeist im Außen alle Tage

Foto: © wak

Es sucht der Menschengeist im Außen alle Tage,
Je weiter er hinausgreift allerdings,
Desto stärker hemmt er sich selbst.
Jene allein, die einwärts schauen,
Können ihre Leidenschaften zügeln,
Und die Gedanken stillegen.
Kann man seine Gedanken stillegen
Dann wird der Sinn erfüllt mit heitrer Ruhe.
Den Sinn beruhigen heißt den Geist zu nähren,
Wer den Geist nährt, der kehrt zurück zum Wesen.

Chang Chung-yuan (1907-1988) in: Tao, Zen und schöpferische Kraft, Seiten 147/148 – Diederichs 1990

Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Text in dem immer wieder neu bemerkenswerten Blog von Ralph Butler: https://daoweg.wordpress.com/2017/08/25/unbekannt-aber-von-chang-chung-yuan/

Mehr von Chang Chung-yuan hier: https://terebess.hu/zen/chang/chang_chung-yuan.html

Zu den Texten auf „mystikaktuell“

Der Finger,
der auf den Mond zeigt,
bleibt immer der Finger
und wird nie zum Mond.

So heißt es in einem alten Satz aus dem Zen-Buddhismus. Eine bessere Einleitung dafür, worum es bei den Texten auf der Seite “mystikaktuell.wordpress.com” geht, kann es – so denke ich – kaum geben. Und ergänzen will ich sie mit dem Gedanken, den Sosan um 600 formulierte:

Der Weg ist jenseits von Sprache,
denn auf ihm gibt es
kein Gestern, kein Morgen, kein Heute.

Die Texte, die auf diesem Blog erscheinen, geben nicht immer meine Meinung oder Überzeugung wieder. Ich habe sie ausgesucht im Rahmen meiner Meditation, sie wurden mir von Freunden oder Bekannten zugesandt oder ich wurde darauf anders aufmerksam.
Aber sie wollen und können immer wieder Anstoß und Anregung dafür sein, sich auszurichten, den Blick zu schärfen, die Perspektive zu wechseln um so an jene existienzellen Fragen zu kommen, die den Urgrund unseres Seins neu sehen lassen können.

Manche Text kommen aus anderen Zeiten, anderen Kulturen, Religionen,Traditionen als der unseren. Sie können oft besser in Kenntnis der jeweiligen Hintergründe verstanden werden. Und trotzdem ist es dann notwendig, den Transfer in die Gegenwart zu leisten, zu fragen, was sie uns Jetzt sagen können. Aber diese Aufgabe lohnt, wie ich finde.

Dass es vor allem – mit einigen Ausnahmen – Texte von „Dritten“ sind, soll nicht heißen, dass ich keine eigenen Ideen hätte. Die finden sich hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/auf-einen-blick-spirituelle-anregungen-von-werner-a-krebber/

oder auf meinem journalistischen Blog hier:

https://wernerkrebber.wordpress.com/category/aphorismen/

Aber es gibt so viele ausgezeichnete Gedanken und Inspirationen etc., dass es schade wäre, sie hier nicht weiterzureichen…

Allen wünsche ich, dass es eine fruchtbare Auseinandersetzung mit den Texten geben kann.

Werner Anahata Krebber

Oktober 2016

„Langes Leben“ bei „Ochse und Hirte“

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Vor einem interessierten Publikum führten Erich Steinberger und Werner A. Krebber am 5. April die Klangperformance “Der Ochse und sein Hirte – Klang und Wort – Stationen eines Erfahrungsweges” auf.

Teilnehmer der Performance bekamen einen Stempel mit dem chinesischen Schriftzeichen für “Langes Leben”.

Derzeit sind zwei weitere Termine in der Hofwerkstatt vorgesehen. Die Termine werden noch bekanntgegeben.

 

http://ochseundhirteklangprojekt.wordpress.com/2014/04/06/langes-leben-bei-ochse-und-hirte/

Ochsenbilder auf Hofwerkstatt-Webseite

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Gleich auf der Startseite macht die “Hofwerkstatt” in Essen auf die Klangperformance “Der Ochse und sein Hirte – Klang und Wort – Stationen eines Erfahrungsweges” am 5. April 2014 von und mit Werner A. Krebber und Erich Steinberger aufmerksam.

http://www.hofwerkstatt.de/

Gleich dort kann man auch das Plakat mit allen Informationen herunterladen:

http://www.hofwerkstatt.de/pdf/Der%20Ochse%20und%20sein%20Hirte.pdf

ochseundhirteklangprojekt

ochseundseinhirteklangprojekt

Eine neue Heimat im WWW hat das Projekt „Der Ochse und sein Hirte – Klang und Wort – Stationen eines Erfahrungsweges“ bekommen:

http://ochseundhirteklangprojekt.wordpress.com/

Das Projekt von Werner A. Krebber (Autor, Blogger und Journalist) und Erich Steinberger (Reikimeister und Klangmassagepraktiker) zeigt in ca. 45 Minuten einen Erfahrungsweg aus dem Zen durch Texte und Klangimprovisationen.

Idee, Konzeption und Textarrangement: Werner A. Krebber

Klangimprovisationen: Erich Steinberger

Die Seite dokumentiert das Angebot einer Veranstaltung, die über die Kontaktadressen gebucht werden kann.

Drei Seiten von „ochseundhirteklangprojekt“ verweisen auf:

– Die Ochsenbilder

– Die Ochsenbilder und ihre Bedeutung

– Meditation und Klang

Eine weitere Seite gibt die Kontakt- und Buchungsmöglichkeiten an:

– Kontakt

Weitere Links zeigen unter der Rubrik „Was Sie vielleicht auch interessiert“ die Seiten von Werner A. Krebber http://mystikaktuell.wordpress.com und Erich Steinberger http://www.reikiundklang.de/.

8. Mai: Uraufführung „Der Ochse und sein Hirte – Klang und Wort“

Nur zur Erinnerung 😉