Heilung für die Menschen

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Und offenbaret hat dein Herr der Biene:
„Nimm in Bergklüften deine Wohnung,
In Bäumen, und in dem was Menschen aufbaun.
Und geh die Wege deines Herrn in Demuth“,
Aus ihrem Innern kommt ein Saft
Von mannigfacher Farbe,
In ihm ist Heilung für die Menschen

al-Qur’ân : Die 16. Sure : Die Bienen
Friedrich Rückert (1836-1839)

http://12koerbe.de/bienengold/sure16.htm

Mehr auch hier:
https://www.deutschlandfunk.de/sure-16-verse-68-69-ueber-die-bienen-100.html

Lutz Mommartz: Soziale Plastik

Screenshot aus dem Film „Soziale Plastik“ von Lutz Mommartz

„Soziale Plastik“ wurde 1969 im Anschluss an die Dreharbeiten zu „400 m IFF“ gedreht. IFF ist die Bezeichnung für das vorhandene, bereits abgelaufene Filmmaterial, von dem etwa 400 m für „400 m IFF“ und der Rest für „Soziale Plastik“ verwendet wurden. In „400 m IFF“ treten drei Männer in der Wohnung des Autors vor die filmende Kamera.
Mit Joseph Beuys war diese Situation verabredet, die beiden anderen Besucher kamen zufällig vor ihm und spielten instinktiv mit. „Sie alle bemerkten die Ausnahmesituation, konnten sich aber nicht auf die Souveränität verlassen, ihren Standpunkt durchzusetzen. Und auch während der Vorgänge auf der Leinwand wird der Zuschauer zum Teilnehmer, der sich der Frage nicht entziehen kann, wie er sich in der gleichen Situation verhalten hätte.“
Der anschließend entstandene Film mit Joseph Beuys über den anonymen Betrachter trägt den Titel: „Soziale Plastik“.
In diesem Film nimmt Joseph Beuys die Herausforderung an, sich dem Publikum zu stellen, ohne zu sprechen. Der Film hat also keine Tonspur. Er wurde 1988 – nach dem Tod von Joseph Beuys – von Lutz Mommartz der Öffentlichkeit vorgestellt und kommt sozusagen aus dem Jenseits.

Lutz Mommartz (*1943)

Hier der Link zu dem Film „Soziale Plastik“ von Lutz Mommartz: https://archive.org/details/SozialePlastik_767

Es gibt viele Arten zu töten…

Foto: © wak

Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Selbstmord treiben, einen in den Krieg führen, und so weiter. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.

Bertolt Brecht, Gesammelte Werke 12, Suhrkamp, Frankfurt 1968, S. 466

„Turm des Ikarus“ von Herbert Martius ist jetzt im 360 Grad Panorama zu entdecken

Bescheiden kommt sie daher, die Pressemitteilung der „manufaktur 360“ aus Norderstedt unter dem Titel „Wissenswertes über Erlangen“:

„Was die Neue Deutsche Welle Band Foyer des Arts im Jahre 1982 mit ihrem Song Wissenswertes über Erlangen prosaisch beschreibt, trifft wohl auch auf unser neuestes Projekt zu. Wir sind von der MARTIUS-WERKSCHAU beauftragt worden, das künstlerische Erbe von Herbert Martius panografisch zu erfassen und haben eine Menge Wissenswertes über den Künstler Herbert Martius aus Erlangen erfahren.

Zugegeben, vom Maler und Grafiker Herbert Martius hatten wir bis dato noch nichts gehört, obwohl dieser Künstler ein beeindruckendes Lebenswerk hinterlassen hat. Grund für seine Unbekanntheit könnte sein, dass es Martius zu Lebzeiten bevorzugt hatte, eher im Stillen zu agieren und selbst den Kulturpreis der Stadt Erlangen 1989 ablehnte, da er sich über einen künstlerischen Auftrag im öffentlichen Raum mehr erbaut hätte.

Nach seinem Tod im Jahre 2009 betreut nun sein Neffe Andreas Martius den künstlerischen Nachlass. Unter www.martius-werkschau.de findet sich eine eigene Webseite, die sich sowohl mit dem Künstler Martius als auch mit seinen vielfältigen Arbeiten auseinandersetzt. Unsere Aufgabe war es, das Arbeitsumfeld mit Atelier von Herbert Martius in seiner Erlanger Wohnung zu panografieren, um auch der Nachwelt einen Einblick in die bescheidenen Lebensräume zu geben. Insbesondere der ‚Turm des Ikarus‘ lädt zum entdecken und interpretieren ein.“

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer, dass die Seite auch über das dichterische Schaffen seiner Frau Irmgard Martius-Busch Auskunft gibt. Sehen Sie selbst:

http://www.martius-werkschau.de/pano/