Wer auf dem Vulkan tanzt…

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Wer auf dem Vulkan tanzt
muss sich nicht wundern,
wenn nur Asche übrig bleibt.

w.a.k.

Der Seele Grenzen…

 

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Der Seele Grenzen
dürftest du nicht finden,
auch wenn du
jeden Weg der Erde gingest,
so tiefen Sinn birgt sie in sich.

Heraklit (6. Jh. v.u.Z.)

In das Feld kreativer Spannung eintreten

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Meistens, wenn wir über Dinge reden, scheinen wir uns so sicher zu sein, dass wir Recht haben, aber alles, was wir geben, sind kleine, winzige, halbwahre Einblicke. Um gesund zu werden, brauchen wir die Verbindung zum Ganzen. Unser Zugang ist immer begrenzt und teilweise, aber durch die Phantasie können wir eleganter in das Feld der kreativen Spannungen eintreten.

John O’Donohue (1956 – 2008)

Objekte unseres Dürstens

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Das Objekt unseres Dürstens hat viele Namen: Das Selbst, die schöpferische Energie, die Kraft der Liebe, die göttliche Mutter, unsere Buddha-Natur, das Tao oder das kosmische Bewusstsein. Gläubige sprechen vom Großen Geist, von Christus, vom Geliebten im Inneren, von der Quelle unserer Inspiration, von unserer höheren Macht oder Gott, um nur einige Bezeichnungen zu nennen. Obwohl dies eine unbeschreibliche Macht jenseits aller möglichen Etikettierungsversuche ist, müssen wir Worte verwenden, wenn wir darüber sprechen wollen.

Christina Grof (1941–2014) in ihrem Buch: Sehnsucht nach Ganzheit. Der spirituelle Weg aus der Abhängigkeit. München 1993

Wissen, dass es ein Zentrum gibt

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Wenn wir wüssten,
dass die Welt ein Labyrinth ist,
dann wüssten wir,
dass es ein Zentrum gibt.

Egal ob dort etwas Schreckliches
wie der Minotaurus
oder etwas Göttliches wohnt.
Aber es gäbe ein Zentrum.

Wenn wir hingegen annehmen,
dass die Welt Chaos sei,
dann wären wir wirklich verloren.

Jorge Luis Borges (1899 – 1986)