Sich selbst kennen

Foto: © wak

Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen,
sich selbst zu kennen
und das rechte Maß zu wissen.
Das rechte Maß zu wissen, ist die höchste Kunst.

Weisheit besteht in nichts als diesem:
Wahr reden, wahr handeln,
der Natur der Dinge folgen.

Wer den Logos nicht hört,
der höre auf mich:
Der Weise sieht ein,
dass alle Dinge eins sind.

Es gibt nur eine Weisheit:
Erkenne die Intelligenz,
die alle Dinge
mit allen Dingen
verwebt.

Heraklit (544 bis 483 v.u.Z.)

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Die Wahrheit selbst entdecken

Marcel Proust / Bildquelle: wikimedia / gemeinfrei

 

Wir empfangen
die Wahrheit nicht,
wir müssen sie
für uns selbst entdecken
nach einer Reise
durch die Wildnis,
die niemand
an unserer statt antreten,
die niemand
uns ersparen kann,
denn unsere Weisheit
ist der Standpunkt,
von dem aus wir
schließlich
die Welt betrachten.

Marcel Proust (1871 – 1922)

Alte Dummheiten von neuen Antennen

Von den neuen Antennen
kamen die alten Dummheiten.

Die Weisheit wurde
von Mund zu Mund weitergegeben.

Bertolt Brecht in seinem Gedicht „Die neuen Zeitalter“.

Gefunden habe ich das Zitat in der Einleitung des Buches „Oma Hilde, Sokrates und der Dalai Lama: Was wir von weisen Menschen lernen“ von Kristin Raabe.

Alle Bücher dieser Welt…

Alle Bücher dieser Welt
Bringen dir kein Glück,
Doch sie weisen dich geheim
In dich selbst zurück.

Dort ist alles, was du brauchst,
Sonne, Stern und Mond,
Denn das Licht, danach du frugst,
In dir selber wohnt.

Weisheit, die du lang gesucht
In den Bücherein,
Leuchtet jetzt aus jedem Blatt —
Denn nun ist sie dein.

Hermann Hesse (1877 – 1962)

Weisheiten von Mund zu Mund

Von den neuen Antennen
kamen die alten Dummheiten.

Die Weisheit wurde
von Mund zu Mund weitergegeben.

Bertolt Brecht in seinem Gedicht „Die neuen Zeitalter“.

Gefunden habe ich das Zitat in der Einleitung des Buches „Oma Hilde, Sokrates und der Dalai Lama: Was wir von weisen Menschen lernen“ von Kristin Raabe.

 

 

Ren, Ai Weiwei und die Aufklärung in Peking

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Ren“ ist die Kernlehre des Konfuzianismus, die in allen Bereichen vorkommt. Die Lehren des Konfuzius ermahnten die Menschen zu Tugenden wie Gutherzigkeit, Rechtschaffenheit, Anstand, Weisheit und Glauben. Die Gutherzigkeit erachteten die damaligen Menschen daher als fast ebenso wichtig wie die Moral, denn die Gutherzigkeit beziehungsweise das Wohlwollen wurden als etwas Typisches für den Menschen gesehen. Nicht nur die Gesellschaft sollte sich durch ein stets wohlwollendes Miteinander der Menschen verbessern, sondern auch die Politik durch eine möglichst humane Ausübung. So war man damals der Ansicht, dass nur ein moralischer und gleichzeitig auch gutherziger Mensch als Herrscher würdig sei.

http://www.epochtimes.de/articles/2008/01/19/226556.html

Man mag das kaum glauben, wenn man sieht, mit welcher Brutalität das chinesische System gegen Tibet und die Tibeter, gegen Reformer im eigenen Land, gegen Künstler wie Ai Weiwei jetzt aktuell vorgeht. Die Sorge, die Kontrolle über das Land zu verlieren, ist mächtiger, als die offensichtlich not-wendige Reform.

Wenn man dann noch sieht, dass es in Peking nun eine Ausstellung über Aufklärung und Kunst gibt, die den deutschen Steuerzahler 10 Millionen Euro kosten soll, fragt man sich doch, wie Kunst instrumentalisiert wird, um Politik zu machen und Menschenrechte außen vor zu halten.

http://www.kunstderaufklaerung.de/index.php?knoten_id=2&lang=de

Was zu tun wäre, hat Ai Weiwei in einem Interview Ende letzten Jahres formuliert:

http://www.tagesschau.de/ausland/aiweiwei110.html