Mich selbst für einen Augenblick vergessen

Omar Khayyam / wikimedia ~ gemeinfrei

Ich trinke nicht aus purer Freude am Wein – und auch nicht, um über den Glauben zu spotten. Nein, ich trinke nur, um mich selbst für einen Augenblick vergessen zu können. In Wirklichkeit erwarte ich nur das von der Betäubung, ausschließlich das.

Omar Khayyam (1048 – 1031)

Mehr zu Alkohol und Spiritualität hier:

https://alkoholundspirit.wordpress.com/

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Durch die Medien ging heute, dass Deutschland „Hochkonsumland“ in Sachen Alkohol ist. Mehr dazu hier: https://www.dhs.de/suechte/alkohol/zahlen-daten-fakten

Mich selbst vergessen können

Ich trinke nicht
aus purer Freude am Wein –
und auch nicht,
um über den Glauben zu spotten.
Nein, ich trinke nur,
um mich selbst für einen Augenblick
vergessen zu können.
In Wirklichkeit erwarte ich nur das
von der Betäubung, ausschließlich das.

Omar Khayyam (1048 – 1131)

Mehr hier zu Alkohol und Spiritualität: https://alkoholundspirit.wordpress.com/

Herr: es ist Zeit…

sonnenblumenfotoFoto und Bearbeitung: © wak

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

Herbsttag…

Sonnenblumenfoto

 

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)