Wir kommen weit her liebes Kind und müssen weit gehen…

Screenshot der Sendungsankündigung

Wir kommen weit her, liebes Kind
und müssen weit gehen.

Keine Angst,
alle sind bei Dir, die vor Dir waren.
Deine Mutter, Dein Vater,
und alle, die vor ihnen waren,
weit weit zurück.

Alle sind bei Dir, keine Angst.
Wir kommen weit her
und müssen weit gehen, liebes Kind.

Heinrich Böll (1917 – 1985) – kurz vor seinem Tod

Zitat aus der Sendung: Heinrich Böll – Ansichten eines Anarchisten. In der Ankündigung auf 3sat heißt es: Heinrich Böll gehörte zu den großen, wichtigen Stimmen des 20ten Jahrhunderts, sei es als Schriftsteller, sei es als moralische Instanz und Mahner. Was hat uns Heinrich Böll heute noch zu sagen? 

https://www.3sat.de/ansichten-eines-anarchisten-boell-100.html

Die Kultur der Gegenwart schafft eine Glitzerwelt…

Foto: © wak

 

Die kommerziell geprägte Kultur der Gegenwart schafft eine Glitzerwelt, von der unsere Aufmerksamkeit angezogen wird wie Motten vom Licht. Der Glaube der Gegenwart, dass das Glück des Menschen durch Waren und Dienstleistungen zu erreichen ist, erwärmt sich für Spiritualität ebenso wenig wie Bakterien für Penicillin.

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: https://www.seele-und-gesundheit.de/spiritualitaet/spiritualitaet.html

Wissen, dass es ein Zentrum gibt

Foto: © wak

Wenn wir wüssten,
dass die Welt ein Labyrinth ist,
dann wüssten wir,
dass es ein Zentrum gibt.

Egal ob dort etwas Schreckliches
wie der Minotaurus
oder etwas Göttliches wohnt.
Aber es gäbe ein Zentrum.

Wenn wir hingegen annehmen,
dass die Welt Chaos sei,
dann wären wir wirklich verloren.

Jorge Luis Borges (1899 – 1986)

In meiner Geburt wurden alle Dinge geboren

 

Der Holzschnittt soll Meister Eckhart bei einer Predigt zeigen…

 

In meiner Geburt wurden alle Dinge geboren, und ich war Ursache meiner selbst und aller Dinge, und wollte ich, so wäre ich nicht noch alle Dinge, und wäre ich nicht, so wäre Gott nicht.
Es ist nicht nötig, dies zu verstehen.

Meister Eckhart (1260 – 1328) in seiner Predigt „Von der Armut“

 

In diesem Sinne allen Leserinnen und Lesern gute Weihnachtstage!

Werner A. Krebber