Muße gewinnen

Foto: (c) wak

Wieviel Muße gewinnt der,
der nicht darauf, was sein Nächster
spricht oder tut oder denkt,
sondern nur auf das sieht,
was er selbst tut,
daß es gerecht und heilig sei;
sieh nicht, sagt Agathon,
die schlechten Sitten um dich her,
sondern wandle auf gerader Linie deinen Pfad,
ohne dich irremachen zu lassen.

Marc Aurel (121 – 180) in seinen „Selbstbetrachtungen“

(Agathon (um 448 – um 400 v. u.Z.) war ein antiker griechischer Tragödiendichter)

Uns wandeln können

Foto: © wak

Wer stehen bleibt, verfällt.
Aber auch wer zu laufen beginnt, verfällt.

Dass wir uns wandeln können,
ist unser größter Reichtum.

Bereiten wir diese Wandlung
Schritt für Schritt vor,
damit uns dann und wann
der entscheidende Sprung,
der immer zugleich
ein Scheiden und Ankommen ist,
gelinge.

Jean Gebser (1905 – 1973)

WaderWeckerVaterLand

18.05.2017, 0.15 h | 91:29 min. | In der Mediathek verfügbar bis 24.05.2017 | Quelle: SWR

In seiner Ankündigung für die Dokumentation schreibt der SWR:

Hannes Wader und Konstantin Wecker gehören zu den bekanntesten politischen Liedermachern Deutschlands. Der Filmemacher Rudi Gaul begleitete die beiden Künstler auf ihre erste gemeinsame Tournee. ein Film über die Begegnung zweier widersprüchlicher Persönlichkeiten, die mit ihren Liedern die ’68er Bewegung geprägt haben. Zudem ist er ein Stück Zeitgeschichte über ein Land, das sich über die Jahrzehnte nicht weniger verändert hat als Wader und Wecker mit ihm. Eines ist in ihren Liedern und ihrem Leben bis heute geblieben: Die Sehnsucht, sich nicht verbiegen zu müssen, sondern mit allen Schwächen, Leidenschaften, Exzessen eigenwillig zu sein; die Sehnsucht, sich immer wieder zu wandeln, dabei Grenzen auszutesten – mit dem Risiko abzustürzen. Weil man nur dann das Leben spürt …

http://swrmediathek.de/player.htm?show=9ec52d30-3962-11e7-9fa5-005056a12b4c

http://www.ardmediathek.de/tv/Dokumentarfilm/Wader-Wecker-Vater-Land/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=1105036&documentId=42840216