Aufbrechen heißt, sich den anderen öffnen

Foto: © wak

Aufbrechen heißt, aus sich herausgehen. Die Krusten des Egoismus zerbrechen, aufhören, sich um sich selbst zu drehen, als ob man der Mittelpunkt der Welt und des Lebens wäre.

Aufbrechen heißt, sich nicht in den Kreis der Probleme der kleinen Welt einschließen lassen, zu der wir gehören.

Aufbrechen heißt vor allem, sich den anderen öffnen, sie entdecken, ihnen begegnen.Glücklich, wer folgenden Gedanken lebt und versteht:

„Wenn du nicht mit mir einverstanden bist, bereicherst du mich.“

Dom Hélder Câmara (1909-1999)

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Schau genau hin

Schau genau hin, unverwandt,
nur so bildest du dein Auge,
und auch noch Anderes.

Starre, sei neugierig,
höre zu und lausche.
Du willst es unbedingt verstehen,
jetzt.
Uns bleibt nicht viel Zeit.

Walker Evans, 1938

 

Zitat von Walker Evans in der Retrospektive „Tiefenschärfe“. Mehr dazu hier:

https://wernerkrebber.wordpress.com/2015/10/04/walker-evans-tiefenschaerfe-die-retrospektive/

Essen macht schlau

Stiftung Lesen heißt jene Institution, die dazu beitragen will, den Geschmack an Lektüre zu stärken. Dazu hat sie sich jetzt einen – wie sie meinte – geeigneten Partner ins Leseboot geholt: McDonald. Ja, Sie haben richtig gelesen.

Auf der Homepage der Stiftung liest sich das so:

„Warum engagiert sich die Stiftung Lesen? Rund 7,5 Millionen Menschen gelten Deutschland als funktionale Analphabeten, d.h. sie sind nicht fähig, einfache Texte zu verstehen. Fast 19 Prozent aller 15-Jährigen verfügen über unzureichende Schreib- und Lesekompetenzen. Vor dem Hintergrund dieser erschreckenden Zahlen müssen wir für eine erfolgreiche Leseförderung auch Wege gehen, die auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich erscheinen, um Kinder, Jugendliche und Familien zu erreichen. Die Stiftung Lesen unterstützt daher die McDonald’s Buch-Aktion, denn so kann eine außerordentlich hohe Zahl von Familien für das Lesen begeistert werden“ http://www.stiftunglesen.de/mcdonalds

Na dann: Guten Appetit!

Ist das Kunst…?

Sie haben die Karte, das Frühstücksbrettchen, den Aufkleber, den Sitzhocker, die Smartphone-Hülle und was es noch gibt sicher gesehen: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ steht darauf. Nur auf den ersten Blick ein Schmunzler. Besser gefällt mir persönlich Man Ray (1890-1976), der sagte:

Es gibt zwei Gründe,
ein Kunstwerk nicht zu mögen:
wenn man es versteht,
und wenn man es nicht versteht.