Mit Verletzungen umgehen

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Sind wir verletzt, haben wir zwei Möglichkeiten: Wir können in einer Weise denken, die unsere Wut anstachelt und auf Rache sinnt, oder wir können versuchen, uns zu beruhigen, unser Mitgefühl und Verstehen zu berühren und einen friedvollen Geist zu erlangen. Schlagen wir diesen Weg ein, sehen wir, dass auch die andere Person leidet, und unsere Wut wird sich auflösen.

Thich Nhat Hanh (*1926)

Aufbrechen heißt, sich den anderen öffnen

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Aufbrechen heißt, aus sich herausgehen. Die Krusten des Egoismus zerbrechen, aufhören, sich um sich selbst zu drehen, als ob man der Mittelpunkt der Welt und des Lebens wäre.

Aufbrechen heißt, sich nicht in den Kreis der Probleme der kleinen Welt einschließen lassen, zu der wir gehören.

Aufbrechen heißt vor allem, sich den anderen öffnen, sie entdecken, ihnen begegnen.Glücklich, wer folgenden Gedanken lebt und versteht:

„Wenn du nicht mit mir einverstanden bist, bereicherst du mich.“

Dom Hélder Câmara (1909-1999)

Schau genau hin

Schau genau hin, unverwandt,
nur so bildest du dein Auge,
und auch noch Anderes.

Starre, sei neugierig,
höre zu und lausche.
Du willst es unbedingt verstehen,
jetzt.
Uns bleibt nicht viel Zeit.

Walker Evans, 1938

 

Zitat von Walker Evans in der Retrospektive „Tiefenschärfe“. Mehr dazu hier:

https://wernerkrebber.wordpress.com/2015/10/04/walker-evans-tiefenschaerfe-die-retrospektive/