Uns zurück zur Quelle bringen

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Die „Spirale der Arbeit, die wieder verbindet“ beginnt mit Dankbarkeit, denn sie bringt den hektischen Verstand zur Ruhe. Sie bringt uns zurück zur Quelle, indem sie unser Einfühlungsvermögen und unser Vertrauen stärkt. Sie hilft uns, vollständiger präsent zu sein und öffnet den mentalen Raum, um den Schmerz zu verstehen, den wir für unsere Welt mittragen.

Joanna Macy (*1929)

Unsere Menschlichkeit ist völlig vergessen

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Unsere Menschlichkeit ist völlig vergessen. Und gewinnen wird nicht, wer gerecht ist, sondern wer mehr Treibstoff, mehr List, mehr Waffen, mehr Strategie, mehr Geld hat. In diesem Sinne bezweifle ich, dass es heute gerechte Kriege geben kann.

Raimon Panikkar (1918 – 2010) in: Das Abenteuer Wirklichkeit. Gespräche über die geistige Transformation München 2000, S. 78

Eines Tages wird alles gut sein…

Darstellung des Erdbebens von Lissabon / wikimedia, gemeinfrei

Eines Tages wird alles gut sein –
so hoffen wir;
alles ist heute gut –
das ist unsere Illusion.

Voltaire / François Marie Arouet (1694 – 1778) in seinem „Gedicht über das Erdbeben von Lissabon“

Welt der Erscheinungen mit Energien versorgen

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Die Aufgabe eines bewussten menschlichen Wesens besteht darin, die irdische Welt der Erscheinungen mit Energien zu versorgen, die den Schöpfungen und Dingen, die unsere Welt ausmachen, auf anderen Wegen nicht effektiv vermittelt würden.

William Segal (1904–2000) Cynthia Bourgeault zitiert den frühen Gurdijeff-Schüler in ihrem Beitrag „Wo die beiden Meere sich treffen. Eine spirituelle Reise ins Reich des Imaginativen“

Der komplette Beitrag von Cynthia Bourgeault kann hier gelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VI

CII. Jahrgang SOMMER 2021

Thema: Die erste Ausstellung des Jakob-Böhme-Bundes

Heft 5, Mai 2021

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Müßige Klagen um die Vergangenheit und bange Sorgen um die Zukunft

Indischer Lotos | Foto: © wak

Wir leben im Elend, weil wir Geschöpfe des Ichs sind, des Ichs, das hart und engherzig ist, das kein Licht zurückstrahlt, das für das Unendliche blind ist. Unser Ich hat nur seine eigenen lauten, schrillen Töne, seine Saiten erzittern nie von der Musik des Ewigen. Seufzer der Unzufriedenheit und Mutlosigkeit, müßige Klagen um die Vergangenheit und bange Sorgen um die Zukunft beunruhigen unsre seichten Herzen, weil wir unsre Seelen nicht gefunden haben und der göttliche Geist sich noch nicht in uns offenbart hat.

Rabindranath Tagore (1861-1941) in: Sadhana. Der Weg der Vollendung. München 1921

Mündigkeit wachsen lassen

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Unsere Zeit, die den Menschen immer mehr entmachtet, führt wie keine zuvor zur Erweckung des Sinnes für innere Freiheit. Die Zeit, die den Menschen in gottfernen Ordnungen entmündigt, bringt ihn mit innerer Not-Wendigkeit an das Tor jener inneren Erfahrungen, aus denen Mündigkeit wächst.

Karlfried Graf Dürckheim (1896 – 1988) in: Überweltliches Leben in der Welt. Der Mensch im Zeichen der Ganzwerdung. Aachen 1989, S. 8

Editorial „Mystik aktuell“ / November 2020

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„Wann, wenn nicht Jetzt“ heißt es im Untertitel des Blogs „Mystik aktuell“. Ganz so, wie es Sosan um 600 formuliert hat: „Der Weg ist jenseits von Sprache, denn auf ihm gibt es kein Gestern, kein Morgen, kein Heute.“

Auf dem sprituellen Weg können Texte aus der mystischen Tradition wie aus der Gegenwart Begleiter sein, die eigene Verortung neu zu buchstabieren oder zu vertiefen. Dabei greife ich für den Blog  „Mystik aktuell“ auf Quellen zurück, die weit über die eigene spirituelle Herkunft hinausgehen und interreligiös, interspirituell, interkulturell neue Zugänge ermöglichen können. Stammen sie geographisch, kulturell oder spirituell auch von weit her, so können sie Anstoß, Anregung, Ansprache sein – immer neu sind sie danach zu befragen, welche Bedeutung sie für jede/n Einzelne/n haben. Jetzt.

Als 1923 Predigten von Johannes Tauler neu herausgegeben wurden, schrieb Walter Lehmann im Vorwort: „Die Mystik ist der großartigste Versuch, die Religion an sich zu finden. Und was ist die religiöse Sehnsucht unserer Tage? Die Religion zu finden, die keiner Konfession, keiner Dogmen, keiner heiligen Stätten, Priester und Handlungen, keiner Symbole, keiner Formen und Kulte, keiner Historie bedarf, sondern autonom in der Seele lebt. Die da hinein gebannt sind in die Massenreligion der Bevormundung, sehnen sich nach der Religion ihrer eigenen Seele …“

Ganz in diesem Sinn gilt der Satz von Sosan: Wann, wenn nicht Jetzt.

Werner Anahata Krebber im November 2020

Mehr – täglich aktuell – hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/