Umgang

Um Peter und Paul in Görlitz      Foto: © wak

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Lob des Buches

lobdesbuchesFoto: © wak

Aus dem „Kitab al-Hayawan“ des al Gahiz (777-869)

Mehr auch hier mit einer anders lesbaren Textfassung:
http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/330/1221041840153-3015.pdf

Wie bleibe ich aus den Schlagzeilen?

In der „Süddeutschen“ ist es heute zu lesen. Eine Gerichtsgutachterin muss einem Mann Schadensersatz zahlen, weil er  unschuldig im Gefängnis gesessen hat. Es erinnerte mich dann doch wieder mal an einen Vortrag, den ich 2003 vor dem Deutschen Psychologentag gehalten habe:

 

dpa

Wie bleibe ich aus den Schlagzeilen?

Psychologen und ihr Umgang mit der Öffentlichkeit zwischen Krisenmanagement und Imagebildung

Werner Krebber

Im Gespräch zu bleiben, ohne ins Gerede zu kommen, ist für Psychologinnen und Psychologen schwieriger, als es auf den ersten Blick scheint. Denn ihnen werden durch Berufsordnungen und ethische Richtlinien enge Grenzen in ihrem Kontakt zur Öffentlichkeit auferlegt. Das erscheint oft umso schwieriger, als gerade Psychologen mit ihrer wissenschaftlichen Qualifikation Menschen in Krisensituationen ihre Hilfe „anbieten“. Doch eine Kommunikation zwischen ihnen und einer breiten Öffentlichkeit wird oft als problematisch gesehen.

Ganz praktische Hinweise gilt es für Psychologen bei ihrem Umgang mit der Öffentlichkeit zu bedenken. Ihren Platz haben sie in der Spannung zwischen Krisenmanagement und Imagebildung. In Referat und anschließender Diskussion geht es daher beispielsweise um Fragen wie diese:

Welche Rolle spielen psychisch kranke Menschen in den und für die Medien?

  • Mit welcher Öffentlichkeit haben Psychologen es zu tun?
  • Welche Medien eignen sich eigentlich für welche Kommunikation eher als andere?
  • Wie können sie ebenso verantwortlich wie allgemein verständlich Antworten auf ihre Fragen geben?
  • Auf welche Mechanismen der Medien müssen sie sich (nicht) einlassen?
  • Ist das Interesse der Öffentlichkeit wichtiger als der therapeutische Erfolg des Patienten?

 

Literatur:

Hoffmann-Richter, U. (2000). Psychiatrie in der Zeitung. Urteile und Vorurteile. Bonn: Edition Das Narrenschiff im Psychiatrie Verlag.

Krebber, W. (1999). Sexualstraftäter im Zerrbild der Öffentlichkeit. Fakten – Hintergründe – Klarstellungen. Hamburg: Konkret Literatur Verlag

(Abstract des Vortrags)

 

Heute schon gehoaxt?

Da kommt sie rein, die Mail des Freundes, der Freundin. Und die Geschichte ist traurig, lustig, bedrohlich, spannend – wie auch immer. Den Freund, die Freundin kennt man eigentlich gut, sie sind zuverlässig, da wird also schon was dran sein.

Und die Vermüllung der Mailfächer nimmt ihren Lauf.

Doch vielleicht ist es nur das, was man ohnehin schon dachte: ein Hoax.

>>Wie erkenne ich einen Hoax?

  • Der Adressat wird aufgefordert, die „Warnung“ an möglichst viele Menschen weiterzuleiten.
  • Das Subject (Betreff) enthält oft den Begriff „Virus Warnung“ oder sinnverwandtes.
  • Die Wirkung des Virus wird sehr drastisch dargestellt und beinhaltet Dinge, die ein Computer-Virus gar nicht kann (z.B. Hardware beschädigen).
  • Häufig wird als Quelle eine namhafte Firma oder Organisation genannt, um die Glaubwürdigkeit zu verbessern (a.k.a. False Authority Syndrome). Bei diesen Firmen finden sich jedoch keine Hinweise auf eine solche Warnung.
  • Oft finden sich Aktualitätsangaben wie „gestern“ oder „am Freitag“, die keinen Bezug zu einem bestimmten Datum haben können. Wenn ein Kettenbrief schon ein paar Tage, Wochen oder Monate unterwegs ist – wann war dann „gestern“?!

Keine der genannten Firmen hat tatsächlich jemals Warnungen dieser Art publiziert. Es werden generell nie echte, offizielle Virus- Warnungen als Kettenbriefe in die weite Welt geschickt, das sind alles Hoaxes!<<

So nachzulesen auf der Hoax-Seite der TU Berlin: http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/

Auf dieser Seite folgen auch Hinweise, wie damit umzugehen ist.

Wenn Sie sehen wollen, was für Hoaxes es alles gibt – hier ist eine Auflistung, die es in sich hat: http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/hoaxlist.shtml