Alles würde besser gehen wenn man mehr ginge

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Ich … bin der Meinung, daß alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge. Man kann fast überall bloß deswegen nicht recht auf die Beine kommen und auf den Beinen bleiben, weil man zuviel fährt. Wer zuviel in dem Wagen sitzt, mit dem kann es nicht ordentlich gehen. Das Gefühl dieser Wahrheit scheint unaustilgbar zu sein.

Johann Gottfried Seume (1763–1810) in „Mein Sommer“ / 1805

Die Utopie sind wir selber

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Man beklagt seit dem Zusammenbruch des Kommunismus und dem Fall der Mauer, eigentlich seit Auschwitz und Hiroshima, den Verlust der Utopien. Das ist lächerlich.

Schütteln wir schnell ein paar Utopien aus dem Ärmel – oder, noch einfacher: nehmen wir die, die ohnehin auf dem Tisch liegen: Eine Welt ohne Krieg. Eine Menschheit, die als Lenker und Bewahrer der ganzen Schöpfung agiert. Ein Planet, der nicht durch die zivilisatorische Mega-Maschine aufgefressen, vergiftet und asphaltiert wird. Eine Welt, in der die Menschenrecht überall geachtet werden.

Eine Welt, in der nicht mehr weltweit 24 Kinder pro Minute sterben. Eine Welt, die keinen Hunger kennt und keine Gewalt gegen Kinder und Frauen. Nicht zu vergessen die eine, die große Utopie, die im Mittelpunkt aller uns bekannten Utopien steht: diese Utopie sind wir selber, der Mensch und sein inneres Universum.

Ronald Steckel (* 1945) in: Die große Utopie. Text im Katalog für das Kolloquium für GEISTbewegenden Film, November 2008 / Sector 16 e.V., Hannover – http://www.sector16.de/

 

Überall mit allen verbunden

InternetVerbundenheit

Screenshot „internet.org“

 

Eine fast spirituelle Dimension hat das, was Marc Zuckerberg da propagiert. Sie wissen schon: Zuckerberg = facebook etc. „internet.org“ ist seine aktuelle Initiative. „Jeder von uns. Überall. Miteinander verbunden“. So heißt es auf seiner Seite. Ein Schelm, der denkt, Zuckerberg wollte die anderen zwei Drittel der Menschheit auch nur als Markt erobern 😉