Im Vorzimmer des Vatikan

„Tot“ – „Nein, ein neues Gedicht.“ Bruno Paul im „Simplicissimus“ 1899 – Foto: wak

Mehr zu Karikaturen und Architektur von Bruno Paul derzeit im Soester Wilhelm-Morgner-Museum: https://www.soest.de/03leben_wohnen/kultur/museen/117040100000096664.php

Lebendgem Worte bin ich gut

nietzschelebendemwortÜbertragung des Gedichtes von Nietzsche durch Xu Bing (*1955) im Museum für Ostasiatische Kunst, Köln

Foto: © wak

 

Lebendgem Worte bin ich gut:
Das springt heran so wohlgemut,
das grüßt mit artigem Geschick,
hat Blut in sich, kann herzhaft schnauben,
kriecht dann zum Ohre selbst dem Tauben
und ringelt sich und flattert jetzt
und was es tut, das Wort ergötzt.

Doch bleibt das Wort ein zartes Wesen,
bald krank und aber bald genesen.
Willst ihm sein kleines Leben lassen,
mußt du es leicht und zierlich fassen,
nicht plump betasten und bedrücken,
es stirbt oft schon an bösen Blicken –
und liegt dann da, so ungestalt,
so seelenlos, so arm und kalt,
sein kleiner Leichnam arg verwandelt,
von Tod und Sterben mißgehandelt.

Ein totes Wort – ein häßlich Ding,
ein klapperdürres Kling-Kling-Kling.
Pfui allen häßlichen Gewerben,
an denen Wort und Wörter sterben.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 – 1900)

Verzweifelter Mutmacher: Robin Williams +

Ich habe die Bilder vor Augen, als hätte ich den Film „Der Club der toten Dichter“ gerade noch gesehen. Da spielt Robin Williams einen Lehrer, der seinen Schülern Mut und mehr macht. Aber: Robin Williams hatte Depressionen und Alkoholprobleme – heißt es. Und es heißt auch: er hat seinem Leben ein Ende gesetzt.

Es macht mich traurig.

 

Mehr über Robin Williams hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Robin_Williams