Buddhistischer Lehrer im Zwielicht – Sogyal Rinpoche Quelle der Qual?

Groß aufgemacht berichtet die Süddeutsche Zeitung heute über einen buddhistischen Lehrer, der im Westen große Beachtung findet, über Sogyal Lakar, der besser unter dem Namen Sogyal Rinpoche bekannt ist und dessen „Tibetisches Buch vom Leben und vom Sterben“ weltweit Beachtung fand. Die Essenz des Artikels von Michaela Haas ist allerdings eher ernüchternd, wenn nicht erschreckend. Von sexuellem Missbrauch, Prügeln und Verschwendungssucht ist die Rede:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/buddhismus-quelle-der-qual-1.3623511?reduced=true

Sollten die erhobenen Vorwürfe wahr sein, ist dies für einen religiösen Lehrer um so schwerwiegender. Und man muss dort wohl genau so hinsehen, wie man es bei missbräuchlichem Verhalten in christlichen oder anderen Kirchen und Religionen tun muss.

Caring, Sharing, Loving

Als sich jetzt Bindungsforscher in München trafen, fragten sie sich, welche drei Dinge man den eigenen Kindern mitgeben solle. Während die westlichen Bindungsforscher lange diskutierten, hatten die Maoris nach einer halben Minute ein Ergebnis:

Caring, Sharing, Loving:

sich kümmern, teilen, lieben.

 

So berichtet Werner Bartens in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 11. Oktober 2016, erschienen unter dem Titel „Die unsichtbare Keule“.

Alte Mauern und neuer Geist?

neueinhalte

Martin Schneider über die neue Nutzung alter Kirchen in Gelsenkirchen

in der „Süddeutschen“ vom 14. März 2015

Es ist ein Kreuz mit alten Kirchen. In Gelsenkirchen sogar Heilig-Kreuz (und Sankt Georg). Zwei Kirchen, deren ursprünglicher Sinn, darin Messe zu feiern etc. ad acta gelegt wurde. Und was für Kirchen!

http://de.wikipedia.org/wiki/Heilig_Kreuz_%28Gelsenkirchen%29

http://www.lwl.org/kulturatlas/Panorama?0=182625

http://de.wikipedia.org/wiki/St.-Georgs-Kirche_%28Gelsenkirchen%29

Dabei geht es nicht nur darum, dass sakrale Räume aufgegeben und einer neuen Nutzung zugeführt werden.  Die mag so sinnvoll sein wie immer sie will. Genannt werden für die Aufgabe von Gebäuden mit sinnstiftender Funktion immer finanzielle Gründe, die hier z.B. das Bistum Essen dazu bewegen. Und dieses Bistum steht da nicht allein – es ist bundesweit so zur Devise geworden: Was sich nicht „rechnet“ muss weg.

Tragisch daran ist, dass Menschen ein Stück Heimat, ein Ort der Begegnung – mit Gott und mit Menschen, ein Zuhause, ein Stück Sicherheit etc. genommen wird. Menschen, die in diesen Kirchen zum Teil alt geworden sind. Sie werden allein gelassen von einer Institution, deren eigentliche Aufgabe es ist (oder war?), Sinn zu stiften. Aus einer vorgeschobenen finanziellen Notwendigkeit wird so ein pastorales Desaster mit einer nicht nur „metaphysischen“ Heimatlosigkeit. Und ein Stück mehr Kulturverlust.

Moschee in der Partnerstadt

Ganz begeistert schwärmt Christiane Schlötzer in der Süddeutschen Zeitung von der neuen Sancara-Mosche in Istanbul.

 

architektkeintuerkeScreenshot „Süddeutsche Zeitung“

Hier ist der Artikel nachzulesen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/sancaklar-moschee-in-istanbul-der-architekt-kann-kein-tuerke-sein-1.1950546

Erst im zweiten Anlauf sah ich, dass die Moschee in Büyükçekmece liegt. Und musste natürlich gleich daran denken, dass dies die Partnerstadt von Gelsenkirchen ist. Interessant ist sie vor allem deshalb auch, weil hier der berühmte Mystiker Yunus Emre herkommt.

Siehe hier:

https://wernerkrebber.wordpress.com/2013/02/09/der-mystiker-aus-der-partnerstadt-yunus-emre/

und hier:

http://www.gelsenkirchen.de/de/Touristik/Stadtportrait/Partnerst%C3%A4dte/Bueyuekcekmece.asp

Ich schreibe eigentlich ganz anders…

„Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.“ So Ödon von Horvath. Oder: „Ich schreibe eigentlich ganz anders…“. So vielleicht Freiherr Dr. jur. Karl Theodor zu Guttenberg. Die „Süddeutsche Zeitung“ macht heute auf Seite 2 ausführlich darauf aufmerksam, wo Dr. jur. Karl Theodor zu Guttenberg, der mit „summa cum laude“ abschloss, eigentlich ganz anders schreibt. Seine Promotion, die im renommierten Berliner Verlag Duncker & Humblot erschien, hat reihenweise wortwörtliche Zitate, die nicht als solche gekennzeichnet sind, sondern als Sätze des Autoren zu Guttenberg aufscheinen.

Einige Beispiele hier:

http://www.sueddeutsche.de/app/subchannel/politik/guttenberg/

Einordnungen auch hier:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,745825,00.html

Träte Dr. zu Guttenberg nicht stets so nassforsch auf und würde er nicht bei anderen höhere Maßstäbe ansetzen, wäre man eher geneigt, versöhnlicher zu sein. Aber sind hier nicht Konsequenzen gefragt?

Und vielleicht gibt es demnächst einen neuen akademischen Grad? Dr. cp. ?

Update:

Noch nicht wirklich zur Kenntnis genommen und gewürdigt wurde ein anderer Aspekt:

“E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ – So hatte der Freiherr in der Einleitung seiner Dissertation die Anfangspassage des FAZ-Artikel von Dr. Barbara Zehnpfennig aus dem Jahr 1997 wortwörtlich übernommen.

Er hatte es auch so gemeint.

Siehe hier:

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki