Die blaue Blume

Foto: © wak

Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

Ich wandre mit meiner Harfe
Durch Länder, Städt und Au’n,
Ob nirgends in der Runde
Die blaue Blume zu schaun.

Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blum geschaut.

Joseph von Eichendorff (1818)

 

Mehr zur Symbolik der „Blauen Blume“ hier: https://wortwuchs.net/blaue-blume/

Unseren Ausgangsort wirklich kennen

Wir werden nicht aufgeben zu suchen. Und am Ende unserer Suche werden wir wieder dort ankommen, wo wir angefangen haben. Allerdings werden wir unseren Ausgangsort dann zum erstenmal wirklich kennen.

T. S. Eliot (1888-1965)

Analoge und/oder digitale Demenz

In einem Buch wird derzeit darüber nachgedacht, ob die Suche in Suchmaschinen dazu führt, dass Menschen Opfer von digitaler Demenz werden. Weil sie ja wissen, dass sie in der Suchmaschine nachschlagen können. Doch darüber, dass das Gehirn nicht genug Arbeit bekommen könnte, machte sich schon Platon Gedanken, als es um die Schrift ging:

„Wer die Schrift gelernt haben wird, in dessen Seele wird zugleich mit ihr viel Vergesslichkeit kommen, denn er wird das Gedächtnis vernachlässigen. Die Menschen werden jetzt viel zu wissen meinen, während sie nichts wissen.“
Platon in seinem Werk Phaidros (370 vor u.Z.)

Mehr darüber hier:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/netz-kultur/kulturpessimismus-100.html