Es gibt im ganzen Weltkreis nichts Beständiges

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Und da ich nun schon auf hoher See dahinfahre und die vollen Segel dem Wind ausgesetzt habe: Es gibt im ganzen Weltkreis nichts Beständiges. Alles ist im Fluss, und jedes Bild wird gestaltet, während es vorübergeht. Ja, auch die Zeiten gleiten in ständiger Bewegung dahin, nicht anders als ein Strom.

Denn stillstehen kann weder der Fluss noch die flüchtige Stunde, sondern wie die Woge von der Woge getrieben wird und im Herankommen zugleich gedrängt wird und die Vorgängerin verdrängt, so fliehen die Zeiten und folgen zugleich. Stets sind sie neu; denn was vorher gewesen ist, das ist vorüber; es wird, was nicht war, und der Augenblick entsteht neu.

Publius Ovidius Naso (43 v u.Z- ca. 17 u.Z.)

Fließen, zerfließen

amflussimfluss

 

Am Fluss,
am Strom,
der Dom.

Er fließt nicht,
er zerfließt.

Nicht zu halten
sind die
Wellen der Zeit
die wegschwemmen
was nicht mehr
ins Bild passt.

Änderung,
Veränderung
ist dran.

Nicht halten,
nicht festhalten.

w.a.k.