Buddhistischer Lehrer im Zwielicht – Sogyal Rinpoche Quelle der Qual?

Groß aufgemacht berichtet die Süddeutsche Zeitung heute über einen buddhistischen Lehrer, der im Westen große Beachtung findet, über Sogyal Lakar, der besser unter dem Namen Sogyal Rinpoche bekannt ist und dessen „Tibetisches Buch vom Leben und vom Sterben“ weltweit Beachtung fand. Die Essenz des Artikels von Michaela Haas ist allerdings eher ernüchternd, wenn nicht erschreckend. Von sexuellem Missbrauch, Prügeln und Verschwendungssucht ist die Rede:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/buddhismus-quelle-der-qual-1.3623511?reduced=true

Sollten die erhobenen Vorwürfe wahr sein, ist dies für einen religiösen Lehrer um so schwerwiegender. Und man muss dort wohl genau so hinsehen, wie man es bei missbräuchlichem Verhalten in christlichen oder anderen Kirchen und Religionen tun muss.

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Sexualstraftäter und Öffentlichkeit

Sexuelle Übergriffe von Prominenten, Sexualmorde an Kindern, Kinderpornografie, sexueller Missbrauch, Sextourismus – die Öffentlichkeit ist wie elektrisiert, wenn es um die Schwächsten in der Gesellschaft geht. Das bleibt nicht ohne Folgen. Durch die Häufigkeit und Fülle der Berichte entsteht der fatale Eindruck, Sexualstraftaten hätten gewaltig zugenommen. Doch die bekannt gewordenen Zahlen zeichnen ein völlig anderes Bild: Das Interesse der Öffentlichkeit ist millionenfach größer als die Zahl der Delikte.

Die mediale Begleitung des Falles Kachelmann hat gezeigt, wie sehr Medien und Justiz in einem Spannungsbogen gefangen sind.

Mehr hier:

Werner Krebber

Sexualstraftäter im Zerrbild
der Öffentlichkeit

Fakten – Hintergründe – Klarstellungen

Vorwort
Dr. Vera Schumann, Lippstadt-Eickelborn
126 Seiten. Konkret-Literatur Verlag,
Hamburg 1999, EUR 12,50,
ISBN 978-3-89458-177-0

http://www.konkret-verlage.de/klv/books/intern.php?para=3-89458-177-8

Stimmen zu dem Buch:

„Es handelt sich um einen informativen Reader, journalistische Arbeit im besten Sinn, da er Wissen aus vielen benachbarten Fachgebieten wie der Kriminalistik, der Rechtswissenschaft, der Strafvollzugskunde, der forensischen Psychiatrie, aber auch der Rechtsphilosophie und der Sozialwissenschaft anschaulich aufbereitet und damit auch integrativ zusammenträgt.“
Prof. Dr. Wolfgang Berner im Westdeutschen Rundfunk

„Krebber belegt anhang umfangreich zitierten Expertenmeinungen, dass schärfere Strafen nicht die Sicherheit bringen, die populistische Politiker und reißerische Medien versprechen. Sein Ergebnis: Wer Verbrechen vorbeugen und Rückfalldelikte so weit wie möglich eindämmen will, hat nur eine Chance: der Bereich der Therapie muss ausgedehnt werden … Nur mit sehr genauem Hinschauen – und nicht mit sogenannten Patentrezepten – kann man in jedem Einzelfall einer Lösung des Problems näher kommen. Werner Krebbers Buch … ist ein eindringliches Plädoyer für diesen Weg.“
Detlef Grumbach im Saarländischen Rundfunk