Gefühl des Geheimnisvollen

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Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. Es ist mir genug, diese Geheimnisse staunend zu ahnen und zu versuchen, von der erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein mattes Abbild geistig zu erfassen.“

Albert Einstein (1879 – 1955)

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: https://www.einstein-website.de/z_biography/credo.html

Der heraklitische Fluss

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Daß in denselben Fluß du kannst nicht zweimal steigen,
Weil jeden Augenblick ihm andre Flut ist eigen,

Und daß du selber auch, dir selber nicht getreuer,
Bist jeden Augenblick ein anderer und neuer;

Der Weise, der dies sprach; du meinest wohl, daß schwach
Er war und wandelbar, beweglich wie der Bach?

Vielmehr unwandelbar war er, und blieb dabei,
Beharrlich, steif und stet, daß alles unstet sei.

Selbst unbeweglich, ließ er alles sich bewegen,
Und dachte nicht daran sich selbst zu widerlegen.

Friedrich Rückert (1788 – 1866) in: Die Weisheit des Brahmanen

Gefällt mir (nicht)

gefaelltmirScreenshot der Google-Bildersuche

Es gibt Beiträge, da ist ein „like“, ein „gefällt mir“ einfach zu schwach. Wie ich finde. Und auch ein „gefällt mir nicht“ würde das Entsetzen über Beiträge, die gar nicht gehen, nicht treffen.

Auch auf die Gefahr hin, dass Menschen denken, ich hätte ihren Beitrag nicht gelesen, fände ihn nicht gut oder so, lass ich es bei solchen Texten einfach sein, „gefällt mir“ anzuklicken. Es gibt ja auch noch andere Wege, Begeisterung oder Missmut auszudrücken 😉