Buddhistischer Lehrer im Zwielicht – Sogyal Rinpoche Quelle der Qual?

Groß aufgemacht berichtet die Süddeutsche Zeitung heute über einen buddhistischen Lehrer, der im Westen große Beachtung findet, über Sogyal Lakar, der besser unter dem Namen Sogyal Rinpoche bekannt ist und dessen „Tibetisches Buch vom Leben und vom Sterben“ weltweit Beachtung fand. Die Essenz des Artikels von Michaela Haas ist allerdings eher ernüchternd, wenn nicht erschreckend. Von sexuellem Missbrauch, Prügeln und Verschwendungssucht ist die Rede:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/buddhismus-quelle-der-qual-1.3623511?reduced=true

Sollten die erhobenen Vorwürfe wahr sein, ist dies für einen religiösen Lehrer um so schwerwiegender. Und man muss dort wohl genau so hinsehen, wie man es bei missbräuchlichem Verhalten in christlichen oder anderen Kirchen und Religionen tun muss.

Zu den Texten auf „mystikaktuell“

Der Finger,
der auf den Mond zeigt,
bleibt immer der Finger
und wird nie zum Mond.

So heißt es in einem alten Satz aus dem Zen-Buddhismus. Eine bessere Einleitung dafür, worum es bei den Texten auf der Seite “mystikaktuell.wordpress.com” geht, kann es – so denke ich – kaum geben. Und ergänzen will ich sie mit dem Gedanken, den Sosan um 600 formulierte:

Der Weg ist jenseits von Sprache,
denn auf ihm gibt es
kein Gestern, kein Morgen, kein Heute.

Die Texte, die auf diesem Blog erscheinen, geben nicht immer meine Meinung oder Überzeugung wieder. Ich habe sie ausgesucht im Rahmen meiner Meditation, sie wurden mir von Freunden oder Bekannten zugesandt oder ich wurde darauf anders aufmerksam.
Aber sie wollen und können immer wieder Anstoß und Anregung dafür sein, sich auszurichten, den Blick zu schärfen, die Perspektive zu wechseln um so an jene existienzellen Fragen zu kommen, die den Urgrund unseres Seins neu sehen lassen können.

Manche Text kommen aus anderen Zeiten, anderen Kulturen, Religionen,Traditionen als der unseren. Sie können oft besser in Kenntnis der jeweiligen Hintergründe verstanden werden. Und trotzdem ist es dann notwendig, den Transfer in die Gegenwart zu leisten, zu fragen, was sie uns Jetzt sagen können. Aber diese Aufgabe lohnt, wie ich finde.

Dass es vor allem – mit einigen Ausnahmen – Texte von „Dritten“ sind, soll nicht heißen, dass ich keine eigenen Ideen hätte. Die finden sich hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/auf-einen-blick-spirituelle-anregungen-von-werner-a-krebber/

oder auf meinem journalistischen Blog hier:

https://wernerkrebber.wordpress.com/category/aphorismen/

Aber es gibt so viele ausgezeichnete Gedanken und Inspirationen etc., dass es schade wäre, sie hier nicht weiterzureichen…

Allen wünsche ich, dass es eine fruchtbare Auseinandersetzung mit den Texten geben kann.

Werner Anahata Krebber

Oktober 2016

Wie das Ruhrgebiet wurde

werdendesruhrgebiet

 

Mit dem Werden des Ruhrgebietes in Spätantike und Frühmittelalter befasst sich eine Ausstellung des Ruhr Museums in Essen vom 27. März 2015 bis zum 23. August 2015 . In der Ankündigung des Museums heißt es:

>>Die vom Wiener Architekten Bernhard Denkinger gestaltete Ausstellung besteht aus fünf großen Kapiteln. Im Bereich LEBEN vermitteln zahlreiche Fundstücke aus den verschiedenen Epochen einen Eindruck vom Alltag der Menschen im Grenzgebiet, ihrer Umwelt und ihren Lebensgrundlagen und auch von den wechselseitigen Beziehungen. STREITEN richtet den Blick auf die vielen Plünderungszüge und Kriege, die für das Leben der Menschen über Jahrhunderte eine stetige Gefahr darstellten. Das Kapitel GLAUBEN behandelt die Dimension des Kultischen und Religiösen, die mit der Durchsetzung des Christentums sowohl durch friedliche Mission als auch durch gewaltsame Unterwerfung einen grundlegenden Wandel erfuhr. In räumlicher Hinsicht wie auch inhaltlich stehen im Abschnitt WERDEN das Kloster Werden und das Stift Essen im Zentrum der Ausstellung. Die ausgestellten Handschriften veranschaulichen dabei deutlich die neue Bedeutung der Schriftkultur. Das abschließende Kapitel DEUTEN beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Annäherungsformen der Nachwelt an die Frühzeit der Region, angefangen von der ersten humanistischen Rezeption bis zur ideologischen Indienstnahme durch die Nationalsozialisten.<<

 

Ausführliche Informationen gibt es in diesem Flyer:

https://www.ruhrmuseum.de/uploads/media/Flyer_Werdendes_Ruhrgebiet_01.pdf

Entkirchlichung oder Entweltlichung?

rezensiongroßboelting

Im aktuellen Heft von „Publik-Forum“ 21/2013 vom 8. November ist sie nun zu lesen, meine Rezension zu dem Buch von Thomas Großbölting: „Der verlorene Himmel. Glaube in Deutschland seit 1945“.

Mehr hier:

http://www.publik-forum.de/Publik-Forum-21-2013/religion-und-entkirchlichung