Ein Weg mit Herz

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Ist es ein Weg mit Herz? – Wenn er es ist, ist der Weg gut. Wenn er es nicht ist, ist er nutzlos. Beide Wege führen nirgendwohin, aber einer ist der des Herzens und der andere ist es nicht. Auf einem ist die Reise voller Freude, und solange du ihm folgst, bist du eins mit ihm. Der andere wird dich dein Leben verfluchen lassen. Der eine macht dich stark, der andere schwächt dich.

Carlos Castaneda (1925 – 1998) in: Die Lehren des Don Juan

Hannah Buchholz: Frühling 2020 – Haikus

 

Hannah Buchholz
Frühling 2020
Haikus

Schillo-Verlag, München. ISBN: 978-3-944716-46-6 / 13.99 Euro

Eine poetische Chronologie aus jenem Frühling, der so ganz anders war. Die Haikus von Hannah Buchholz regen zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung an – sowohl politisch im Außen als auch zur Selbstreflexion im Inneren. Die Gedichte nehmen die Leser mit auf eine Reise durch ein poetisches Tagebuch.

Lichtvollen Meditationen zur Natur und ihrem Frühlingserwachen stehen kritische Fragen und Anmerkungen zum Umgang mit Corona, Massenhysterie und politischem Wirrwarr gegenüber und spiegeln so die Gedanken und Gefühle wider, die wohl viele in dieser Zeit beschäftig(t)en.

In der »Frühlingshaft« des Jahres 2020 entstanden, zeigt Hannah Buchholz mit diesem Buch die Notwendigkeit auf, die Verhältnisse zu hinterfragen, gegen den Strich zu denken und sich trotz allem immer wieder auch darauf zu besinnen, was diese besondere Jahreszeit, den Frühling, ausmacht.

Hier kann das Buch bestellt werden: https://schillo-verlag.de/produkt/fruehling-2020

Mehr Haikus von Hannah Buchholz gibt es hier: https://hannahbuchholz.wordpress.com/

(Fast) alles über Nichts

Im abendfüllenden Dokumentarfilm „Ein Hoch auf das Nichts“ von Boris Mitić leiht Punkrock-Legende Iggy Pop dem Nichts seine Stimme, das uns auf eine abenteuerliche Reise mitnimmt.

https://www.arte.tv/de/videos/RC-017035/ein-hoch-auf-das-nichts/

 


In der 6-teiligen Webserie „Blankoschecks“ gibt uns das Nichts praktische Lebenshilfen. Ein intensives visuelles und intellektuelles Vergnügen: grandios und ergreifend, kritisch und tröstlich zugleich!

https://www.arte.tv/de/videos/071834-001-A/blankoschecks/

Eine Menge Menschen aber noch viel mehr Gesichter

Foto: © wak

Es giebt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere. Da sind Leute, die tragen ein Gesicht jahrelang, natürlich nutzt es sich ab, es wird schmutzig, es bricht in den Falten, es weitet sich aus wie Handschuhe, die man auf der Reise getragen hat. Das sind sparsame, einfache Leute; sie wechseln es nicht, sie lassen es nicht einmal reinigen. Es sei gut genug, behaupten sie, und wer kann ihnen das Gegenteil nachweisen? Nun fragt es sich freilich, da sie mehrere Gesichter haben, was tun sie mit den andern? Sie heben sie auf. Ihre Kinder sollen sie tragen. Aber es kommt auch vor, daß ihre Hunde damit ausgehen. Weshalb auch nicht? Gesicht ist Gesicht.

Rainer Maria Rilke (1875- 1926) in „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“, Kapitel 5

Katharer im Kölner Mystikkreis (4. November)

Das Bild von Pedro Berruguete (um 1495) zeigt den heiligen Dominikus und die Katharer in Albi (1207): Katholische und katharische Schriften werden ins Feuer geworfen, doch nur letztere verbrennen (wikimedia, gemeinfrei)

 

Sonntag, den 4. November werden wir uns im Mystikkreis Köln ab 10.00 h mit den Katharern beschäftigen.

Wer die Katharer waren, die sich selbst nicht Katharer sondern „gute Menschen“ oder „wahre Christen“ nannten und warum sie um 1320 herum im päpstlichen Kreuzzug ausgerottet wurden, wird ein Thema sein, dem Werner A. Krebber sich annähern wird. Welche Bedeutung sie als Reformbewegung hatten, wie sie historisch einzuordnen sind, was von ihrem Erbe geblieben ist.

„Annähern“ auch deswegen, weil diese mehrere Hundert Jahre zurückliegende Geschichte und Ereignisse zum Teil nicht mehr sicher nachzuprüfen sind. Es sind nur noch weniger belegbare Fakten übrig, die aber deswegen nicht weniger interessant sind. Vieles ist in den Feuern der Inquisition verbrannt, das Erbe einer Bewegung, die auf einem speziellen Einweihungsweg (Geisttaufe) beruhte, Wissen, das schon damals nur wenigen Vertrauenswürdigen weitergegeben wurde.

Rani wird von dem erzählen, was der zweiwöchige Aufenthalt in der Region und ihre Meditationen in der Burgruine in ihr bewirkt haben. Sie wird über ihre inneren Prozesse aber auch Widerstände berichten, über die Segnungen und Einsichten, die ihr geschenkt wurden.

Originalton Rani: Die Frage, mit der ich dort hin gereist bin, lautete: Ist es möglich für mich als feinfühliger, spirituell erfahrener Mensch, mich den Geheimnissen von Montsegur innerlich, d.h. geistig zu nähern, und damit etwas über dieses spirituellen Erbe, das vor über 800 Jahren vernichtet worden ist, in heutige Erfahrung zu bringen ? Eine Antwort werdet ihr am 4. November hören.

Zudem besteht noch die Gelegenheit den Film „Der Seher“ von Lars Mühl zu sehen, welcher eine kontemporäre Einweihungsgeschichte zum Thema hat, die Geschichte eines Schülers und eines Lehrer, dem Seher, Calle de Montsegur, dessen Weisheit offenbar die z.T. direkt auf die Quellen der Katharer zurückgreift. Diese Film und das dazugehörende Buch haben Rani sehr beeindruckt und letztendlich den Anlass dazu gegeben die Reise zum Montsegur zu unternehmen.

Trailer zu dem Film: https://www.youtube.com/watch?v=2PitKSyw7QQ

 

Freundliche Grüße von

Rani Kaluza / Werner A. Krebber

Siehe auch hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/10/23/mystik-kreis-am-4-november-die-katharer-glaube-im-widerpruch/

Die Wahrheit selbst entdecken

Marcel Proust / Bildquelle: wikimedia / gemeinfrei

 

Wir empfangen
die Wahrheit nicht,
wir müssen sie
für uns selbst entdecken
nach einer Reise
durch die Wildnis,
die niemand
an unserer statt antreten,
die niemand
uns ersparen kann,
denn unsere Weisheit
ist der Standpunkt,
von dem aus wir
schließlich
die Welt betrachten.

Marcel Proust (1871 – 1922)

Naz – der Junge mit dem Koffer

In diesen Tagen musste ich wieder daran denken. „Naz – Der Junge mit dem Koffer“. Es ist die Geschichte einer Reise, die nach dem Buch “Der Junge mit dem Koffer” von Mike Kenny in Szene gesetzt wurde.

Die Geschichte geht so: Naz muss seine Heimat im Nordosten Afrikas verlassen, denn das Land trocknet aus und Mensch und Vieh können nicht mehr überleben. Während seiner Flucht durch Wüste, über Gebirge und Meere bis nach Westeuropa begegnet er anderen Leidensgefährten.
Neben Gefahren und Abenteuern sind es , Krieg, Ausbeutung, Feindschaft und unverhoffte Rettung, denen er begegnet. Vor allem die Erinnerung an sein Zuhause und die Geschichten, die sein Vater ihm einst erzählt hat, geben dem Jungen immer wieder Mut, damit er weiter macht.

Im Gelsenkirchener Consol-Theater waren es 2011 dreizehn Seniorinnen und Senioren, die zum Teil selbst Migrationserfahrungen mitbringen, die diese Geschichte erzählt und eindrucksvoll gespielt haben.

Wie aktuell!

Naz – der Junge mit dem Koffer

Die Geschichte einer Reise, die nach dem Buch „Der Junge mit dem Koffer“ von Mike Kenny in Szene gesetzt wurde, erzählt das Gelsenkirchener Consol-Theater.

Naz muss seine Heimat im Nordosten Afrikas verlassen, denn das Land trocknet aus und Mensch und Vieh können nicht mehr überleben. Während seiner Flucht durch Wüste, über Gebirge und Meere bis nach Westeuropa begegnet er anderen Leidensgefährten. Neben Gefahren und Abenteuern sind es , Krieg, Ausbeutung, Feindschaft und unverhoffte Rettung, denen er begegnet. Vor allem die Erinnerung an sein Zuhause und die Geschichten, die sein Vater ihm einst erzählt hat, geben dem Jungen immer wieder Mut, damit er weiter macht.

13 Seniorinnen und Senioren, die zum Teil selbst Migrationserfahrungen mitbringen, erzählen und spielen die Geschichte von Naz  in einer ganz nahen Bühnensituation für einen kleinen, auserlesenen Zuschauerkreis.

http://www.consoltheater.de/index.php?id=450&tx_ttnews[tt_news]=716&tx_ttnews[backPid]=456&cHash=f4680501ea