die blaupause für ein Leben

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die technik der stille
die rituale, die etikette

die verwischung der begriffe
die stille, nicht die abwesenheit

von worten oder musik oder sogar
roher klänge

stille kann ein plan sein
rigoros ausgeführt

die blaupause für ein Leben

sie ist eine präsenz
es hat eine geschichte eine form

verwechseln sie es nicht
mit irgendeiner art von abwesenheit.

Adrienne Rich (1929 – 2012)

Mit allen Wesen in Frieden leben

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Eine ganzheitliche Spiritualität bezieht den Körper in unseren inneren und äußeren Entwicklungsprozess ein. Sie verbindet ihn mit dem Geist durch Gebet, Meditation, spirituelle Gesänge, Liturgien, spirituelles Lesen, Yoga, diverse Kampfünste, Laufen, Wandern oder den Aufenthalt in der freien Natur. Gleichzeitig liefert eine ganzheitliche Spiritualität den „Input“, den Kunst, Musik und Dichtung zu unserem spirituellen Leben beitragen können. Eine vollständige Spiritualität wird durch diese kreativen Wege bereichert und steht auch in enger Verbindung zur Natur. Sie sorgt dafür, dass wir mit allen Wesen in Frieden leben.

Wayne Teasdale (1945 – 2004) in: Das mystische Herz. Spirituelle Brücken bauen. 2004, o.O., S. 286

Müßige Klagen um die Vergangenheit und bange Sorgen um die Zukunft

Indischer Lotos | Foto: © wak

Wir leben im Elend, weil wir Geschöpfe des Ichs sind, des Ichs, das hart und engherzig ist, das kein Licht zurückstrahlt, das für das Unendliche blind ist. Unser Ich hat nur seine eigenen lauten, schrillen Töne, seine Saiten erzittern nie von der Musik des Ewigen. Seufzer der Unzufriedenheit und Mutlosigkeit, müßige Klagen um die Vergangenheit und bange Sorgen um die Zukunft beunruhigen unsre seichten Herzen, weil wir unsre Seelen nicht gefunden haben und der göttliche Geist sich noch nicht in uns offenbart hat.

Rabindranath Tagore (1861-1941) in: Sadhana. Der Weg der Vollendung. München 1921

Rücksichtsvoll…

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Spazieren an der Ruhr zwischen Werden und Kettwig. Die Sonne scheint auf die herbstlich verfärbten Bäume. Ruhig fließt die Ruhr kaum sichtbar, Radfahrer überholen mal schneller mal langsamer. Ein Radfahrer überholt uns, blickt in den Rückspiegel seines Rades und bleibt stehen. „Ich hab eine Frage“, spricht er meine Frau und mich an. „War die Musik zu laut oder war das moderat?“ – Beide sagen ihm, dass sie sehr angemessen gewesen war und uns nicht störte. Da meint er: „Ich will nicht zu den Idioten gehören, die die ganze Umgebung beschallen!“ – Solche Rücksicht habe ich sehr lange nicht erlebt. Respekt! ~ w.a.k.

John Lennon: Imagine

68 Min.
Verfügbar vom 08/07/2020 bis 07/10/2020
Nächste Ausstrahlung am Freitag, 10. Juli um 23:35

ARTE schreibt auf der Homepage zu dem Film:

Mit seinem Album „Imagine“ schrieb John Lennon Musikgeschichte. Der gleichnamige Dokumentarfilm von 1972 begleitet das Künstlerpaar John Lennon und Yoko Ono bei der musikalischen und visuellen Umsetzung der Songs. Gemeinsam mit Gaststars präsentieren sie eine Welt der Imagination. ARTE zeigt den 2018 aufwendig restaurierten Film in deutscher Erstausstrahlung.

„Imagine“ ist wohl das bedeutendste Album von John Lennon. Neben der gleichnamigen Single beinhaltet es weltbekannte Songs wie „Jealous Guy“, „Gimme Some Truth“ oder „I Don’t Wanna Be A Soldier, Mama I Don’t Wanna Die“. Der Dokumentarfilm von 1972 begleitet John Lennon und Yoko Ono bei den Aufnahmesessions in Großbritannien und New York, wo sie das ikonische Album gemeinsam mit Phil Spector produzierten. Die filmische Collage, die eigens von dem Künstlerpaar produziert wurde, liefert für jeden Song eine individuelle visuelle Umsetzung. Mit zahlreichen Gaststars, darunter George Harrison, Fred Astaire, Andy Warhol, Dick Cavett und Jack Palance, präsentiert der Film eine Welt der Imagination, die so reich und bewegend ist wie die Musik, die sie begleitet.
„Die Personen, die an „Imagine“ mitgearbeitet haben, waren Leute des Friedens. Es war sehr aufschlussreich und aufregend, auf dem ganzen Weg zu ihnen zu gehören. Denken Sie daran, dass jeder von uns die Macht hat, die Welt zu verändern“, äußert sich Yoko Ono über das Album.
2018 wurde der Dokumentarfilm aufwendig restauriert. Die Tonbearbeitung übernahm der dreifach mit dem Grammy Award ausgezeichnete Toningenieur Paul Hicks. ARTE zeigt den restaurierten Film in deutscher Erstausstrahlung.

https://www.arte.tv/de/videos/097788-000-A/john-lennon-imagine/