Kunst strömt aus der Seele eines jeden Menschen

Screenshot aus der arte-Sendung Kupka – Pionier der abstrakten Kunst

Kunst strömt aus der Seele eines jeden Menschen, aus seiner Sensibilität. Diese Kunst wird weiter existieren, in vielfältigen Formen. Es kann sein, dass wir in Zukunft nicht mehr malen werden. Vielleicht werden wir ganz neue Kommunikationsmittel erfinden. Der Mensch wird seine Gefühle wie durch Telepathie offenbaren. Ein denkendes Wesen wird Gedanken, Zahlen und Ansichten direkt mitteilen, ohne auf die Sprache zurückzugreifen und sie verbal zu formulieren.

Frantisek Kupka (1871–1957)

Kupka – Pionier der abstrakten Kunst
https://www.arte.tv/de/videos/068374-000-A/kupka/

Liebe zum Leben

Foto: (c) wak

Glücklich wird der Mensch
durch die Bestätigung seiner eigenen Kräfte,
wenn er sich selbst aktiv in der Welt erlebt.

Es lässt sich zeigen,
dass das Glück für den Menschen
in der Liebe zum Leben liegt.

Erich Fromm (1900 – 1980)

In jeder Sache etwas „Bedenkliches“ erkennen

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Es gibt heute besonders viel Menschen, die ihre geistige Überlegenheit nicht besser beweisen zu können glauben, als dadurch, daß sie allen Scharfsinn aufbieten, um nur ja in jeder Sache irgendetwas „Bedenkliches“ zu entdecken: Menschen, die aus innerstem Bedürfnis heraus jeden harmonischen Zusammenhang durch ihre Unkenrufe stören.

Was auch immer geschehen mag, ist ihnen Ansatz, U n g l ü c k zu prophezeien; und ist wirklich ein Unglück hereingebrochen, dann können sie sich nicht genug tun, um ihren Nebenmenschen auch „recht klar“ zu machen, wie entsetzlich das Unheil sei, das sie betroffen hat. Richtig wütend aber werden solche Unglücksmenschen, wenn sie einem begegnen, der gar im Unglück noch der Hoffnung das Wort spricht, einem, der Gutes aus Bösem keimen sieht, wie die Lotusblüte aus dem Schlamme uralter Teiche; und wenn sie dem Sprecher dann ihre volle Verachtung entgegenschleudern, lautet ihr letztes Wort unfehlbar dahin aus: er sei ein „Optimist“ und nicht „ernst“ zu nehmen. …

„Optimismus“ von Joseph Schneiderfranken

Der ganze Beitrag von Joseph Schneiderfranken kann hier gelesen werden:

XII. MAGISCHE BLÄTTER BUCH | WINTER
CIII. Jahrgang Winter 2022 / 2023 | ORNAMENTE & MANTRA (Dezember | Heft 35)

EINZELBUCH, 364 Seiten, 20,00 € (zuzüglich Versandkosten)
ISBN-Nr. 978-3-948-5941-5 2

Herausgeber: Verlag Magische Blätter – Ronnenberg | Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

Bestellungen hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu subject: BESTELLEN MAGISCHE BLÄTTER BUCH XII

Luise Rinser, Jakob Böhme und der Ungrund

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In Rocca hatte ich ihr erzählt, wie wichtig für mich das Wort „Ungrund“ (Un-Grund) von Jakob Böhme geworden sei. Damals war sie erstaunt, dass ich, ein Südländer, mich für die Spekulationen eines hermetischen Norddeutschen des 16. Jahrhunderts begeistern konnte. Auch sie, die Heimatlose, hatte noch solche Vorurteile. Sie meinte, ich scherze, als ich sagte, dass ich das Werk Jakob Böhmes, den Hegel so schwierig fand, wie einen spannenden Roman lese. In Ronda habe sie verstanden, sagte sie dann. Es gebe Urdimensionen, in welchen sich Menschen – von Zufälligkeiten wie Epoche, Nationalität, Sprache unabhängig – frei begegnen können.

Biographisches zu Luise Rinser (1911 – 2002) von José Sánchez de Murillo

Der ganze Beitrag über Luise Rinser kann hier gelesen werden:

XII. MAGISCHE BLÄTTER BUCH | WINTER
CIII. Jahrgang Winter 2022 / 2023 | Spuren (November | Heft 34)

EINZELBUCH, 364 Seiten, 20,00 € (zuzüglich Versandkosten)
ISBN-Nr. 978-3-948-5941-5 2

Herausgeber: Verlag Magische Blätter – Ronnenberg | Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

Bestellungen hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu subject: BESTELLEN MAGISCHE BLÄTTER BUCH XII

Die Aktualität einer ungehaltenen Rede

Lev Tolstoy in Yasnaya Polyana, 1908 / Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski – Detail

… Es ist sehr wohl möglich, dass das Christentum seine Zeit überlebt hat und dass die modernen Menschen, wenn sie vor die Wahl gestellt werden, sich für das Christentum und die Liebe oder für den Staat und den Mord zu entscheiden, finden werden, das Bestehen des Staates sei dermaßen wichtiger als das Christentum, dass man das Christentum vergessen und nur am Wichtigeren festhalten müsse: am Staat und am Mord.

Alles das mag schon sein, – wenigstens können die Menschen so denken und fühlen. Dann aber muss man es auch so sagen. Man muss sagen, die Menschen unserer Zeit müssten aufhören zu glauben, was die gemeinsame Weisheit der ganzen Menschheit sagt, was das Gesetz, zu dem sie sich bekennen, verkündigt, sie müssten aufhören zu glauben, was mit unvertilgbaren Zügen in das Herz eines jeden gegraben ist, und müssten statt dessen an das glauben, was ihnen – den Mord inbegriffen – die und jene Menschen befehlen, Kaiser und Könige, die durch Zufall oder Erblichkeit zu ihrer Stellung gekommen sind, oder Präsidenten, Reichstagsabgeordnete und Deputierte, die mit Hilfe von allerlei Schlichen gewählt worden sind. Das also muss man dann sagen. …

Anmerkung: Wir erlauben uns, hiemit die Rede abzudrucken, die Tolstoi auf dem Internationalen Friedenskongress zu Stockholm im Jahre 1909 gehalten – hätte, wenn nämlich dieser nicht, höchst wahrscheinlich aus Angst vor dieser Rede, im letzten Augenblick „abbestellt“ worden wäre! (Gustav) Landauer hat sie seinerzeit in seinem Blatte „Der Sozialist“ gebracht.

Dieser Auszug aus der Rede erschien hier: Neue Wege : Beiträge zu Religion und Sozialismus, Band 23, 1929, Heft 5

https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=new-001:1929:23::725

Alles ist verbunden

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Alles, was existiert, ist verbunden,
hat ein gemeinsames Ziel, einen gemeinsamen Atem.
Pflanzen, Tiere Felsen und Menschen atmen.
Die Erde atmet.
Erdmutter Natur ist der sichtbar
gewordene Atem des Schöpfers.

John Redtail Freesoul (Cheyenne – Arapahoe – Indianer)

Mehr spirituelle Impulse täglich hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/

Genie für das Schlendern

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Ich habe im Laufe meines Lebens nur einen oder zwei Menschen getroffen, die die Kunst des Gehens, d.h. des Spazierengehens, verstanden – die sozusagen ein Genie für das Schlendern hatten: ein Wort, das wunderschön von „müßigen Leuten“ abgeleitet ist, „die im Mittelalter durch die Lande zogen und unter dem Vorwand, a la Sainte Terre“ ins Heilige Land zu gehen, um Almosen baten, bis die Kinder riefen: „Da geht ein Sante-Terrer“, ein Saunterer, ein Heiliger Wanderer.

Henry David Thoreau (1817 – 1862) in seinem dem Essay „Wandern“

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: https://theliteraryarts.com/de/poetics-of-place/

Des Menschen Herz erreichen

Der wahrhaft religiöse Mensch… weiß, dass Gott allerhand Wunderliches und Unbegreifliches erschaffen hat und auf den allerabsonderlichsten Wegen der Menschen Herz zu erreichen sucht. Deshalb fühlt er in allen Dingen die dunkle Gegenwart des göttlichen Willens.

Man kann nichts ändern, das man nicht annimmt.

C.G. Jung, Die Beziehungen der Psychotherapie zur Seelsorge. Zürich / Leipzig / Stuttgart 1932, S. 18