Uns wandeln können

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Wer stehen bleibt, verfällt.
Aber auch wer zu laufen beginnt, verfällt.

Dass wir uns wandeln können,
ist unser größter Reichtum.

Bereiten wir diese Wandlung
Schritt für Schritt vor,
damit uns dann und wann
der entscheidende Sprung,
der immer zugleich
ein Scheiden und Ankommen ist,
gelinge.

Jean Gebser (1905 – 1973)

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Innehalten

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„Warum hast du es so eilig?“ fragte der Rabbi. „Ich laufe meiner Lebendigkeit nach“, antwortete der Mann. „Und woher weißt du“, sagte der Rabbi, „dass deine Lebendigkeit vor dir herläuft und du dich beeilen musst? Vielleicht ist sie hinter dir und du brauchst nur innezuhalten.“

Diese chassidische Geschichte wird Rabbi Ben Meir (1740–1809) aus Berditchev zugeschrieben