Gott wohnt im Herzen

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Gott wohnt im Herzen,
im Unbewussten.
Dort ist die Quelle der Angst
vor dem unsagbar Schrecklichen
und der Kraft,
dem Schrecklichen zu widerstehen.

C.G. Jung (1875 – 1961)

 

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Beginen-Mystik im Kölner Mystikkreis am 2. September

Beginen: Mystische Autonomie und radikale Liebe

Mystik-Kreis Köln am 2. September 2018

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Die Strahlkraft der Mystikerinnen Mechthild von Magdeburg, Hadewijch von Antwerpen und Marguerite Poréte

Im Meer einer von Männern dominierten hierarchischen Ungerechtigkeit schufen die Beginen im Mittelalter Inseln der Freiheit für Frauen. Etwa eine Million Frauen haben im Geist dieser Armuts- und Reformbewegung in Häusern oder Wohnungen von Verwandten oder Freundinnen zusammengefunden. Oft erstellten sie die Regeln ihrer Gemeinschaft selbst. Für ihr geistliches Leben schufen sie eigene Formen von Exerzitien, Gebet und Schweigen. Ihren Lebensunterhalt erwirtschafteten sie unabhängig durch sehr verschiedene Handwerke. Gleichzeitig schufen sie ebenso Bildungseinrichtungen wie sie Kranke und Sterbende auf ihrem schweren Weg begleiteten. Als Frauen- und Sozialbewegung konnten sie dies vor allem aus der Kraft ihrer Mystik. Sie folgten dem spirituellen Aufbruch einer Armutsbewegung, die sich auf das gemeinsame Leben der Urkirche besann. Geprägt wurde ihr spirituelles Leben im Besonderen von der mystischen Unmittelbarkeit zu Gott, die sie autonom gestalteten. Anfeindungen und Verfolgungen entgegneten Beginen mit einem Satz des Apostels Paulus: „… Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“.

Anhand der drei Mystikerinen Mechthild von Magdeburg, Hadewijch von Antwerpen und Marguerite Poréte, die an der Schwelle vom 13. zum 14. Jahrhundert lebten, wird der Mystikkreis Köln sich dieser Tradition annähern und sie auf ihre Aktualität hin abklopfen. Ist Mechthild „Klassikerin“ der sogenannten „Deutschen Mystik“, kann Hadewijch auch in den Dialog mit östlichen Traditionen eintreten. Und Marguerite Poréte ist untrennbar mit der Mystik von Meister Eckhart verbunden.

Der spirituellen Strahlkraft dieser mystischen Frauen wollen wir am 2. September nachspüren.

Anmeldungen bitte bis zum 29. August, damit wir genauer planen können:

Rani Kaluza
weissefeder@netcologne.de
Fon: 0221/ 2406997

Hier können Sie den Flyer von „Mystik hier und jetzt“ herunterladen:

https://de.scribd.com/document/373535678/Mystik-hier-und-jetzt-Studien-und-Praxiskreis-Einsichten-und-Erfahrungen?secret_password=Ss9hY6RXq5uhVIHkVq87

Informationen auch hier:

https://www.facebook.com/events/2306223422996497/

Organisatorisches:

Wir treffen uns an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt, bitte vorher anmelden. – Kostenbeitrag 15,– Euro

Wir freuen uns auf Ihr Kommen:
Rani Kaluza (http://doingnothing.de/)
Werner A. Krebber (https://mystikaktuell.wordpress.com/)

Heiter humpelnde Demonstration gegen die Zerstörung der Welt

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Wir Alten sollten nicht so einverstanden sein mit dem, was in unseren Gesellschaften passiert. Ich könnte mir vorstellen, so eine heiter humpelnde Demonstration von Alten gegen die Zerstörung der Welt oder gegen das, was mit den Flüchtlingen geschieht. Ich glaub, wenn wir das hätten, dann wären wir Alten auch von dieser ständigen Sorge um uns befreit, und wir würden nicht mehr sagen: das Wichtigste ist Gesundheit. Gesundheit ist nicht das Wichtigste. Das wäre mein Wunsch, dass die Alten ihr Alter auch ein Stück vergessen, soweit sie können, ihre Stöcke und Krücken nehmen und auf die Straße gehen. Dass wir aus dieser Selbstverkrallung, die natürlich nahe liegt im Alter, wenn die Kräfte schwinden, aus dieser Selbstverkrallung wegkämen. Das wäre ein Stück unserer Schönheit. Das wär ein Stück unserer Freiheit auch.

Fulbert Steffensky (*1933)

Hochachtung für die Schöpfung

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Mitgefühl ist eine spirituelle Kraft, ein Lebensstil, eine Umgangsform. Es ist die Art, wie wir mit allem im Leben umgehen, mit uns selbst, mit unserem Körper, mit unseren Vorstellungen und Träumen, mit unseren Nachbarn, und auch mit unseren Feinden. Einfühlungsvermögen ist eine Geisteshaltung, aus der Hochachtung für die Schöpfung spricht. Durch sie betrachtet man jedes Geschöpf als heilig und göttlich, denn das ist es auch.

Matthew Fox (*1940)

Es sucht der Menschengeist im Außen alle Tage

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Es sucht der Menschengeist im Außen alle Tage,
Je weiter er hinausgreift allerdings,
Desto stärker hemmt er sich selbst.
Jene allein, die einwärts schauen,
Können ihre Leidenschaften zügeln,
Und die Gedanken stillegen.
Kann man seine Gedanken stillegen
Dann wird der Sinn erfüllt mit heitrer Ruhe.
Den Sinn beruhigen heißt den Geist zu nähren,
Wer den Geist nährt, der kehrt zurück zum Wesen.

Chang Chung-yuan (1907-1988) in: Tao, Zen und schöpferische Kraft, Seiten 147/148 – Diederichs 1990

Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Text in dem immer wieder neu bemerkenswerten Blog von Ralph Butler: https://daoweg.wordpress.com/2017/08/25/unbekannt-aber-von-chang-chung-yuan/

Mehr von Chang Chung-yuan hier: https://terebess.hu/zen/chang/chang_chung-yuan.html

„Pina“. Ausgezeichnet!

Ist das ein Film. „Pina. Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren.“ Eine Hommage an eine Choreographin, die mehr ist als eine Tanzmeisterin. Eine Frau, Pina Bausch, die wie eine spirituelle Meisterin ihre Compagnie führt, jede Tänzerin und jeden Tänzer nicht nur da abholt, wo sie stehen, sondern ihnen Kraft und Mut gibt, sich selbst immer wieder weiter zu entwickeln. Und weiter. Und weiter.

Die technische Umsetzung in 3D gibt der Dynamik von Tanz und Musik, von Geschlechterwettstreit, Leid, Freude, Schmerz, Liebe etc. noch einen zusätzlichen Drive. Danke an die Tänzerinnen und Tänzer. Danke an Wim Wenders. Danke an Pina Bausch.

So habe ich am 7. März geschwärmt von Pina, dem Film.
https://wernerkrebber.wordpress.com/2011/03/07/pina/

http://www.pina-film.de/

Jetzt ist Wim Wenders ausgezeichnet worden für seine ausgezeichnete Dokumentation. Er bekam den Europäischen Filmpreis in dieser Kategorie. Gratulation!

http://www.europeanfilmawards.eu/en_EN/winner/284