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Felix Krebber zu Akzeptanz und Kommunikation (nicht nur) bei Infrastukturprojekten

Auf dem Blog heißt es:

>>Stromtrassen, Windkraftanlagen, Pipelines: Landauf landab regt sich Widerstand gegen Infrastrukturprojekte. Und nicht nur gegen sie. Kritisches Infragestellen des Handelns von wirtschaftlichen und politischen Akteuren ist heute Normalmodus der aufgeklärten Bürgergesellschaft. Für wirtschaftliche wie politische Organisationen bedeutet dies, das eigene Handeln und letztlich die eigene Existenz immer wieder aufs neue legitimieren zu müssen, um gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen. Hiervon sind sämtliche Akteure in der Gesellschaft betroffen, wie etwa Banken, die Kirchen, die Kulturszene, die Industrie und natürlich die Politik.
Auf Akzeptanzblogger.de möchte ich  wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis aufbereiten und die Fachdiskussionen der verschiedenen Disziplinen miteinander verbinden. Kommunikationsfachleute, Politik- und Verwaltungswissenschaftler, Bau-Experten und Städteplaner etwa diskutieren noch zu wenig miteinander, sondern nebeneinander her. Dabei hilft nur der interdisziplinäre Austausch, die großen gesellschaftlichen Zukunftsfragen zu lösen. Gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen und zu sichern, gehört ohne Zweifel dazu. Ich lade Sie ein, sich auf Akzeptanzblogger.de zu informieren und sich an der Debatte zu beteiligen. Sehr gerne auch mit einem eigenen Blogbeitrag!<<

Wie bleibe ich aus den Schlagzeilen?

In der „Süddeutschen“ ist es heute zu lesen. Eine Gerichtsgutachterin muss einem Mann Schadensersatz zahlen, weil er  unschuldig im Gefängnis gesessen hat. Es erinnerte mich dann doch wieder mal an einen Vortrag, den ich 2003 vor dem Deutschen Psychologentag gehalten habe:

 

dpa

Wie bleibe ich aus den Schlagzeilen?

Psychologen und ihr Umgang mit der Öffentlichkeit zwischen Krisenmanagement und Imagebildung

Werner Krebber

Im Gespräch zu bleiben, ohne ins Gerede zu kommen, ist für Psychologinnen und Psychologen schwieriger, als es auf den ersten Blick scheint. Denn ihnen werden durch Berufsordnungen und ethische Richtlinien enge Grenzen in ihrem Kontakt zur Öffentlichkeit auferlegt. Das erscheint oft umso schwieriger, als gerade Psychologen mit ihrer wissenschaftlichen Qualifikation Menschen in Krisensituationen ihre Hilfe „anbieten“. Doch eine Kommunikation zwischen ihnen und einer breiten Öffentlichkeit wird oft als problematisch gesehen.

Ganz praktische Hinweise gilt es für Psychologen bei ihrem Umgang mit der Öffentlichkeit zu bedenken. Ihren Platz haben sie in der Spannung zwischen Krisenmanagement und Imagebildung. In Referat und anschließender Diskussion geht es daher beispielsweise um Fragen wie diese:

Welche Rolle spielen psychisch kranke Menschen in den und für die Medien?

  • Mit welcher Öffentlichkeit haben Psychologen es zu tun?
  • Welche Medien eignen sich eigentlich für welche Kommunikation eher als andere?
  • Wie können sie ebenso verantwortlich wie allgemein verständlich Antworten auf ihre Fragen geben?
  • Auf welche Mechanismen der Medien müssen sie sich (nicht) einlassen?
  • Ist das Interesse der Öffentlichkeit wichtiger als der therapeutische Erfolg des Patienten?

 

Literatur:

Hoffmann-Richter, U. (2000). Psychiatrie in der Zeitung. Urteile und Vorurteile. Bonn: Edition Das Narrenschiff im Psychiatrie Verlag.

Krebber, W. (1999). Sexualstraftäter im Zerrbild der Öffentlichkeit. Fakten – Hintergründe – Klarstellungen. Hamburg: Konkret Literatur Verlag

(Abstract des Vortrags)