Sich selbst kennen

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Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen,
sich selbst zu kennen
und das rechte Maß zu wissen.
Das rechte Maß zu wissen, ist die höchste Kunst.

Weisheit besteht in nichts als diesem:
Wahr reden, wahr handeln,
der Natur der Dinge folgen.

Wer den Logos nicht hört,
der höre auf mich:
Der Weise sieht ein,
dass alle Dinge eins sind.

Es gibt nur eine Weisheit:
Erkenne die Intelligenz,
die alle Dinge
mit allen Dingen
verwebt.

Heraklit (544 bis 483 v.u.Z.)

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Unseren Ausgangsort wirklich kennen

Wir werden nicht aufgeben zu suchen. Und am Ende unserer Suche werden wir wieder dort ankommen, wo wir angefangen haben. Allerdings werden wir unseren Ausgangsort dann zum erstenmal wirklich kennen.

T. S. Eliot (1888-1965)

Wirklich wissen, was Liebe ist

Bis wir nicht
die dunkle Seite eines Menschen
kennen gelernt haben,
wissen wir nicht wirklich,
wer er ist.

Bis wir ihm nicht
seine dunkle Seite
verziehen haben,
wissen wir nicht wirklich,
was Liebe ist.

Marianne Williamson (*1952)

Getanzt habe ich heute Nacht im Traum

tanz!Foto: © wak

 

Getanzt habe ich
heute Nacht im Traum.

Gekannt habe ich
die Frau nicht,
die in meinen Armen
mit mir schwang.

Musik und Bewegung
ließen mich erinnern,
dass ich mich
meines Lebens freue.

w.a.k.

Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt

Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt;
der Feuer sieht, und weiß nicht, wo es brennt;
vor dem die Welt in fremde Sonnen rennt.

Ich bin ein Träumer, den ein Lichtschein narrt;
der in dem Sonnenstrahl nach Golde scharrt;
der das Erwachen flieht, auf das er harrt.

Ich bin ein Stern, der seinen Gott erhellt;
der seinen Glanz in dunkle Seelen stellt;
der einst in fahle Ewigkeiten fällt.

Ich bin ein Wasser, das nie mündend fließt;
das tauentströmt in Wolken sich ergießt;
das küßt und fortschwemmt, – weint und froh genießt.

Wo ist, der meines Wesens Namen nennt?
Der meine Welt von meiner Sehnsucht trennt?
Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt.

Erich Mühsam (1878 – 1934)

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!

Edel sei der Mensch,
Hilfreich und gut!
Denn das allein
Unterscheidet ihn
Von allen Wesen,
Die wir kennen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

 

Der ganze Text des Gedichtes „Das Göttliche“ findet sich hier:

http://gutenberg.spiegel.de/buch/johann-wolfgang-goethe-gedichte-3670/55

 

Aktuell: Das Wort zum Sonntag vom 16. Januar, gesprochen von Pastorin Annette Behnken:

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/wort-zum-sonntag/sendung/spricht-pastorin-annette-behnken-wennigsen-108.html