PR statt Journalismus – ein Trauerspiel in unzähligen Akten

Das Verhältnis von PR-Industrie zu Journalismus lässt sich empirisch nicht nur ökonomisch, sondern auch an den Inhalten der Zeitungen festmachen. Eine sogenannte Medienresonanzanalyse von Lothar Rolke, Professors für Betriebswirtschaft an der Universität Mainz, ergab schon 1992, dass in den Medien das statistisch normale Verhältnis von Selbstdarstellung zu Fremdbeobachtung circa 70:30 beträgt. Das bedeutet, dass Journalisten häufiger einfach Pressemitteilungen von Unternehmen und Institutionen übernehmen, als selbst zu recherchieren.

Rolkes Ergebnis deckt sich gut mit den empirischen Ergebnissen von Barbara Baerns (1985) in Deutschland und René Grossenbacher (1986). Danach kann als gesichert gelten, dass Public Relations-Arbeit die Medienberichterstattung weitgehend determiniert. Nahezu Zweidrittel aller in den Medien verbreiteten Meldungen kommen von außen, sind nicht selbständig recherchiert, sondern stammen aus Pressestellen von privaten und öffentlichen Institutionen und PR-Agenturen, werden einer Zeitungsredaktion von einem sogenannten Medienservice „häppchengerecht“ als fertige Artikel angeboten.

Den vollständigen Beitrag von Jörg Becker gibt es hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=42234#more-42234

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Ein Profil zum Stöbern

Mein aktuelles Portfolio bei Xing lädt zum Stöbern ein:

Ausbildung als Sortimentsbuchhändler bei Buchhandlung und Galerie Neher, Essen
Werbeleitung bei Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer
Begabtensonderprüfung
Studium von Theologie und Germanistik in Bochum und Essen
Journalismusausbildung beim Institut zur Förderung Publizistischen Nachwuchses e.V.
Volontariat und Redakteur bei Ruhrwort, Essen
Pauschalist bei Ruhrnachrichten, Dortmund
Informationsbroker / Recherchespezialist
Praktika beim Europäischen Centrum für Medienkompetenz GmbH, Marl (ecmc) / Jetzt Grimme-Institut
Autor, Blogger, Journalist, Publizist
ZuHörer

Eine Auswahl meiner Broschüren und Bücher finden Sie hier:

https://portal.dnb.de/opac.htm;jsessionid=115B0907F523F2B2696DA6A1DAAE078E.prod-worker1?query=Krebber%2C+Werner&method=simpleSearch

Eine Auswahl meiner Texte finden Sie hier:
https://mystikaktuell.wordpress.com/auf-einen-blick-spirituelle-anregungen-von-werner-a-krebber/

 

Hier können Sie sich einloggen:

https://www.xing.com/profile/WernerA_Krebber

Schreibt die Wahrheit!

An die Rufe von Lesern einer ehemaligen Zeitung in der noch existierenden DDR mit den Worten „Schreibt die Wahrheit! Schreibt die Wahrheit!“ erinnert Kress in einem Beitrag über die Zukunft des Journalismus.

Unter anderem weist er auf Regeln hin, die selbst-verständlich sein sollten:

 

Das sind die einfachen Regeln für einen Journalisten, der wahr informieren will:

1. Lüge nicht, also schreibe nicht das Gegenteil von dem, was Du als richtig erkannt hast.

2. Verschweige nichts, was Deine Mitbürger wissen müssen, um die Demokratie lebendig zu halten.

3. Misstraue allen, die die Wahrheit verkünden, und kontrolliere die, die wahr reden sollten.

4. Schreibe so klar, dass Du nicht missverstanden wirst.

5. Lasse Dich nie vor einen Karren spannen, ob Politik, Werbung, Wirtschaft oder Propaganda gleich welcher Art.

6. Folge dem Pressekodex, es sei denn, Du kannst eine andere Entscheidung begründen und vor Dir rechtfertigen.

Den ganzen Beitrag gibt es hier:

http://kress.de/news/detail/beitrag/134768-kressde-serie-journalismus-der-zukunft-schreibe-die-wahrheit-der-2-pfeiler.html

Irgendwas mit Medien…

Irgendwie habe ich schon gedacht, ich würde meinen Augen nicht recht trauen. Da las ich:

irgendwasmitmedien

Screenshot „Die Welt“

Über mehrere Jahre hatte ich für einen Jugendverband in Workshops darüber gesprochen, wie man Journalist werden kann, was Journalismus ist, und wie real die Berufschancen dort wirklich sind. Denn die Generation „IrgendwasmitMedien“ hat mitunter sehr romantische und wenig realistische Vorstellungen davon, was Journalismus ist.

Mein Fazit war damals schon eher: abzuraten.

Das sollte die Welt auch wissen. Und der Deutsche Journalisten Verband sowieso…

 

Den ganzen Artikel gibt es hier:

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article141239912/Wie-gelingt-der-Einstieg-in-die-Medienbranche-So-werden-Sie-Journalist.html

 

Journalisten und Journalismus

Erschreckend aber nicht neu sind die Hinweise, die jetzt im Deutschlandfunk zu hören waren. Unter der Überschrift „Von wegen Traumberuf. Der harte Arbeitsmarkt der Journalisten“ wird ein Hauruck-Journalismus beklagt, der immer oberflächlicher wird. „Jeder dritte deutsche Journalist arbeitet inzwischen freiberuflich. Denn viele Verlage streichen Stellen und stellen keine neuen Redakteure mehr ein. Der Konkurrenzdruck ist deshalb groß und die Einkünfte oft gering. “

Siehe: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/2202686/

Blicke auf die Welt mit Tiefgang – nicht wirklich gewollt:

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Aus meinem Profil bei „Die Redaktion“ https://www.dieredaktion.de/userProfile/showPublic/2833547265

Aber eben auch nicht neu, wie mein Beitrag zeigt, der vor zwanzig Jahren erschien:

http://de.scribd.com/doc/7855370/Glanz-und-Elend-des-Freien-Journalisten

Der Text erschien 1993 in dem Buch „Wie werde ich Journalist?“, das vom „Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V.“ in München herausgegeben wurde. Einige technische und  pekuniäre Gegebenheiten haben sich in der Zwischenzeit verändert. Doch der Tenor gilt wohl nach wie vor.

 

P.S. Vielleicht hätte ich doch auf Jürgen von Manger hören sollen, der mir vor rund 40 Jahren empfahl, Lehrer zu werden 😉

Qualität + Journalismus

Es ist ein Plus-Zeichen zwischen Qualität und Journalismus. Auf den ersten Blick könnte man allerdings auch denken, es sei ein Totenkreuz. Denn der Niedergang von Qualität ist unübersehbar. Um so erfreulicher, dass sich die Bundeszentrale für politische Bildung dem Thema in ganz ausgezeichneter Weise angenommen hat: Qualitätsjournalismus.

Die Themen im Einzelnen:

Editorial
Qualität in der Krise?
Über die Zukunft der Enthüllung
Zur sozialen Lage von Journalistinnen und Journalisten
Überlegungen zur Qualität im Krisenjournalismus
Zur Relevanz von Regional- und Lokaljournalismus
Chancen und Grenzen philanthropischer Finanzierungsmodelle
Meilenstein der Pressefreiheit – 50 Jahre „Spiegel“-Affäre

Das komplette Heft kostenlos hier:

http://www.bpb.de/apuz/140215/qualitaetsjournalismus