Nicht zugleich Heiliger und Schriftsteller sein

… Daher ist die Literatur, deren Funktion eine weltliche ist, mit der Geistlichkeit nicht vereinbar; die eine ist Umweg, Ornament, Schleier, die andere Unmittelbarkeit, Blöße: weshalb man nicht zugleich Heiliger und Schriftsteller sein kann. So ist der Text des Ignatius, meint man, geläutert von jeder Berührung mit den Verführungen und Illusionen der Form, kaum Sprache: er ist einfach der neutrale Weg, der die Vermittlung einer geistigen Erfahrung gewährleistet. Und so bestätigt sich wieder einmal der Platz, den unsere Gesellschaft der Sprache zuweist: sie ist entweder Dekoration oder Instrument.

Roland Barthes über die „Exerzitien“ des Ignatius von Loyola. In: Sade Fourier, Loyola, Frankfurt/M. 1974

 

23. April: Rose oder Buch?

wdb2014

Am 23. April ist nicht nur der Namenstag des Heiligen Georg, sondern auch der „Welttag des Buches“. An Sant Jordi, – wie Georg in Katalonien heißt, wird dort „traditionell der Tag der Verliebten und der Tag des Buches begangen.  Man kauft dort Bücher für sich oder beschenkt auch seine Freunde mit einem Buch. Als Zeichen der Wertschätzung und Zuneigung schenkt der Mann an diesem Tag seiner Frau, seinen (Paten-) Kindern, seiner Freundin etc. eine rote Rose und die Frauen schenken den Männern ein Buch.“ So wikipedia.

Der Blumenhändler um die Ecke freut sich ebenso wie der Sortimentsbuchhändler in Ihrem Viertel, wenn Sie rechtzeitig daran denken entweder eine Rose oder ein Buch zu besorgen. Und die Lieben werden sich auch freuen 😉

 

Siehe auch hier:

http://www.welttag-des-buches.de/de/550493