Frieden für eine unruhige Welt

 

Foto: © wak

 

Letztendlich haben wir nur eine moralische Pflicht: große Räume des Friedens
in uns zu schaffen, wachsende Zufriedenheit und diese auf andere auszustrahlen.
Je größer der Friede in uns sein wird, desto friedvoller wird unsere unruhige Welt werden.

Etty Hillesum (1914 – 1943)

Advertisements

Rainer Maria Rilke: Schlussstück

Foto: © wak

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) im Buch der Bilder

Im Gedenken an Ullrich Spiegelberg +

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen

Foto: © wak

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Rainer Maria Rilke, 20.9.1899, Berlin-Schmargendorf

Lebendigen Geist aufhellen

Foto: © wak

Der große Schrei, der sich aus allen unseren Fabrikstädten erhebt, lauter als das Gebläse ihrer Hochöfen, entsteht wahrhaftig nur, weil wir dort alles fabrizieren, nur keine Menschen; wir bleichen Baumwolle und härten Stahl und läutern Zucker und formen Tonwaren; aber einen einzigen lebendigen Geist aufzuhellen, zu kräftigen, zu verfeinern und zu bilden, das fällt uns bei der Berechnung unserer Vorteile niemals ein.

John Ruskin (1819 – 1900)

Eigene Wege gehen

Die Menschen aber,
die ihren eigenen Weg zu gehen fähig sind,
sind selten.

Die große Zahl
will nur in der Herde gehen,
und sie weigert die Anerkennung denen,
die ihre eigenen Wege gehen wollen.

Blaise Pascal (1623 – 1662)

Gefunden habe ich dieses Zitat hier:
https://travlgedengl.com/wer-dengelt-hier-eigentlich/