Uns zurück zur Quelle bringen

Foto: (c) wak

Die „Spirale der Arbeit, die wieder verbindet“ beginnt mit Dankbarkeit, denn sie bringt den hektischen Verstand zur Ruhe. Sie bringt uns zurück zur Quelle, indem sie unser Einfühlungsvermögen und unser Vertrauen stärkt. Sie hilft uns, vollständiger präsent zu sein und öffnet den mentalen Raum, um den Schmerz zu verstehen, den wir für unsere Welt mittragen.

Joanna Macy (*1929)

Falscher Franziskus

In der „Zeit“ konnte man es jetzt wieder lesen. In einem Artikel darüber, ob Heilige psychisch krank waren (http://www.zeit.de/2013/14/kirche-glaube-heilige-psychisch-verrueckt/seite-1)

Nach den „Zehn Geboten“ ist eingeblockt das sogenannte „Friedensgebet des Heiligen Franziskus“:

zeit_friedensgebetfranziskus

Screenshot „Die Zeit“ online

Etwas mehr Recherche hätte ich der „Zeit“ schon zugetraut. Denn schnell wäre man auf nachfolgenden Sachverhalt gestoßen:

>>Häufig wird dieser Text Franz von Assisi zugeschrieben. Manchmal heißt es auch “nach Franz von Assisi”. Doch der Text stammt erst aus dem frühen 20. Jahrhundert. Erschienen ist er zuerst 1912 in der französischen spirituellen Zeitschrift “La Clochette”. 1915 war der Text in französischer Sprache an Papst Benedikt XV. geschickt worden, 1916 wurde er im “Osservatore Romano” publiziert. Um 1920 war er auf einem Gebetszettel abgedruckt worden, der auf der Vorderseite ein Bild des Franz von Assisi zeigte. 1927 wurde das Gebet dann durch eine protestantische Bewegung zum ersten Mal dem Heiligen aus Assisi zugeschrieben. Die erste englische Übersetzung erschien 1936 und im Laufe des Zweiten Weltkriegs wie danach wurde der Text immer wieder als Gebet des Franz von Assisi bezeichnet.

http://www.franciscan-archive.org/franciscana/peace.html

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Siehe auch hier:

http://mystikaktuell.wordpress.com/2011/11/20/herr-mach-mich-zu-einem-werkzeug-deines-friedens/