Heinrich Böll wäre 100 geworden

100-j-boell_-_webScreenshot Heinrich-Böll-Stiftung

 

An den Autoren Heinrich Böll erinnert die Heinrich-Böll-Stiftung auf ihrer Webpräsentation. Da heißt es unter anderem:

Am 21. Dezember 2017 ist Heinrich Bölls hundertster Geburtstag. Seit seinem Tod im Jahre 1985 hat es in Deutschland keinen vergleichbaren öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben: Böll legte sich mit der politischen Linken wie der Rechten an, mit der katholischen Kirche ebenso wie mit der Presse. Er setzte sich für Flüchtlinge aus Vietnam ein und für Dissidenten in Osteuropa. Er war Humanist, aber kein Moralist, und überzeugt, dass „Sprache, Liebe, Gebundenheit den Menschen zum Menschen machen“.

An sein Engagement und sein Werk will die Stiftung, die seinen Namen trägt, in den kommenden Monaten erinnern. Es wird sich zeigen: ein Künstler und Intellektueller, der aktueller ist, als mancher glauben mag.

 

Die Stiftung und Heinrich Böll findet sich hier: https://www.boell.de/100jahreboell

Mehr zu Heinrich Böll auch hier: http://www.boell100.com/

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Verharmlosende und abwertende Endung

Seit Wochen spukt es mir durch den Kopf, wenn ich das Wort Flücht“ling“, Flücht“linge“ lese. Ich finde, dass mit diesem Wort, dieser Endung, verharmlost wirst, was Menschen hinter sich haben, die ihre durch Krieg, Terror oder ähnlich Grausameses unlebbar gewordene Heimat verlassen. Sie sind eben auf der Flucht. Und gleichzeitig wertet diese Endung sie auch noch ab.

Sieht man im „Duden“ nach, findet sich eine Erläuterung für die negative Hinzufügung:

„Es gibt im Deutschen eine ganze Reihe von Substantiven mit dem Suffix -ling, wie eben den Frühling, den Neuling, den Findling oder den Jährling. Allen gemeinsam ist, dass es sich grundsätzlich um Maskulina handelt. Wird diese Endung mit Adjektiven verknüpft, werden damit oft Personen bezeichnet, die durch eine bestimmte Eigenschaft charakterisiert sind. Er ist eben noch ein Neuling in diesem Ressort. Solche Bildungen haben häufig stark abwertenden Charakter…“
http://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/das-suffix-ling

Wäre vielleicht „Flüchtende“ neutraler?

Wie fühlt sich ein Sterben im LKW an?

Das kriminelle Treiben von Schleppern hat den Spediteur Gerard Graf und das Schauspielhaus Bochum zu einer ebenso ungewohnten wie drastischen Aktion kommen lassen. Am 2. September können Menschen nachfühlen, wie sich das Sterben in einem LKW anfühlen könnte.

In der Pressemitteilung des Schauspielhauses Bochum heißt es:

>>71 Menschen starben vor einer knappen Woche in einem Schlepper-LKW in Österreich. 71 Menschen zusammengepfercht in einem LKW mit einer Grundfläche von 6 x 2,5 Metern. Es ist unvorstellbar, was sich im Inneren des LKW zugetragen haben muss.

Am Tag nach dem Unglück erreichte das Schauspielhaus Bochum ein Anruf von Gerard Graf. Der Leiter der Bochumer Firma Graf-Transporte Internationale Spedition besitzt in seinem Fuhrpark einen LKW des Typs, in dem die 71 Menschen starben. Gerard Graf war so schockiert und betroffen, dass er sich mit der Bitte an das Schauspielhaus Bochum wandte, eine Aktion in die Wege zu leiten, die nachvollziehbar macht, was Menschen bereit sind für ein Leben in Sicherheit in Kauf zu nehmen. Er wird, um dem was in Österreich passiert ist ein Gesicht zu geben, am Mittwoch, 2.9.2015 – eine Woche nach dem Unglück – um 18:00 Uhr für ca. 30 Minuten mit seinem LKW auf dem Vorplatz des Schauspielhauses stehen.

Das Schauspielhaus Bochum lädt ein vorbeizukommen, um sich selbst ein Bild von den Bedingungen zu machen: 71 Menschen und ein LKW. Außerdem wird es die Möglichkeit geben, den LKW zu betreten und für einen kurzen Moment zu erleben, wie es sich anfühlt, wenn sich die Türen schließen.

Kommen Sie vorbei und machen Sie mit. Setzen Sie gemeinsam mit den Mitarbeitern von Graf-Transporte und dem Schauspielhaus Bochum ein Zeichen für menschlichere Einreisebedingungen, denn niemand darf in einem LKW sterben müssen. <<

Ein Platz für Flüchtlinge

Fluechtlingewillkommen

http://www.fluechtlinge-willkommen.de/

WGs und andere private Wohnsituationen für Flüchtlinge zu öffnen ist die Idee von „Flüchtlinge willkommen“. So zum Beispiel können sie den zum Teil unerträglichen Situationen in überfüllten Lagern entgehen. Eine super Idee, wie ich finde.

Siehe auch hier:

https://wernerkrebber.wordpress.com/2014/11/19/machen-sie-die-tore-auf/