Von Göttern und Menschen…

In der vergangenen Woche war ich in einer Trappisten-Abtei. Unmöglich, nicht an den Film  „Von Göttern und Menschen“ zu denken und das Schicksal der Mönche im algerischen Atlas-Gebirge vor Augen zu haben.

Mehr dazu hier: https://www.heimkino.org/von-menschen-und-goettern/

Wackersdorf

Auf der Seite von Arte.tv heißt es zu dem Film „Wackersdorf“:

Landkreis Schwandorf, Oberpfalz, in den 80er Jahren: Während die bayerische Staatsregierung in aller Stille den Bau einer Atomaren Wiederaufbereitungsanlage plant und der strukturschwache Region wirtschaftlichem Aufschwung verspricht, kommen dem unbeugsamen Landrat Schuierer zunehmend Zweifel … – Oliver Haffners Film erhielt 2018 einen Sonderpreis des Deutschen Filmpreises.

„Atomenergie – für uns eine ganz neue Technik. Aber in ein paar Jahrzehnten wird man sich das nicht mehr anders vorstellen können.“ Hätte der Landrat der oberpfälzischen Region Schwandorf Hans Schuierer 1981 bereits absehen müssen, dass diese Annahme in eine Sackgasse führt? Zugegeben: Er hat es nicht leicht. Verantwortlich für eine eher strukturschwache Region wird der Sozialdemokrat natürlich hellhörig, als eine Initiative des bayerischen Freistaats dort mit dem Bau einer Wiederaufbereitungsanlage bis zu 3.000 Arbeitsplätze schaffen möchte. Zwar steht Schuierer der Regierung Strauß eher kritisch gegenüber, Dr. Billinger, dem charmanten Vertreter des zukünftigen Betreibers, gelingt es jedoch, sein Vertrauen zu gewinnen. Der betont die wirtschaftlichen Vorteile, wiegelt die gesundheitlichen Nachteile ab – und schmeichelt Schuierers Ego. Beide seien Macher, Visionäre, und aus demselben Holz geschnitzt, behauptet er in München mit Blick auf das Olympiastadion. Als die Regierung jedoch gesetzwidrig gegen Skeptiker vorgeht, fängt Schuierer an zu zweifeln – immerhin wähnt er sich in einem Rechtsstaat! Jetzt holt er Versäumtes nach und beginnt, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Und teilt nach und nach die Bedenken. Schließlich geht er auf die Atomgegner zu, es scheint sinnvoll, sich gemeinsam gegen den Bau der Wiederaufbereitungsanlage zu stellen. Zunächst vermag Schuierer seine neuen Mitstreiter zu beruhigen: Ohne seine Unterschrift wird nicht gebaut, so steht es im Gesetz. Doch dieses Gesetz lässt sich ändern: Kurzerhand initiiert in München der Innenminister die „Lex Schuierer“, mit der er besagte Unterschrift übergehen kann. Und so sind die Fronten klar. Schuierer, der seine Gemeinde in Gefahr und sich von der Regierung Strauß betrogen sieht, kämpft nun auf der Seite der Atomkraftgegner … um die Geister, die er rief, wieder loszuwerden.

Zum Film geht es hier: https://www.arte.tv/de/videos/074479-000-A/wackersdorf/

Unterleuten – Abgründe im Dorfleben

Nach dem Roman „Unterleuten“ von Juli Zeh

Das ZDF schreibt dazu auf der Homepage:

… wer glaubt, auf dem Land aus der Zeitgeschichte austreten und in die Idylle eintreten zu können, hat sich gründlich getäuscht. Denn die Leichen, die im Keller liegen, lassen sich auf Dauer nicht verbergen.

Als der Bürgermeister Arne Seidel die Bewohner zur Dorfversammlung lädt, ahnen viele noch nicht, welche Abgründe sich im bislang friedlichen Dorfleben auftun werden: Unweit von Unterleuten soll ein lukrativer Windpark entstehen, den Anne Pilz als Vertreterin der Windkraftanlagen-Gesellschaft „Vento Direct“ den Dorfbewohnern auf der Versammlung präsentiert. Während ein Teil der Bewohner beschließt, den Kampf gegen die Errichtung des Windparks aufzunehmen, beginnen die Besitzer der in Frage kommenden Landstücke nun, um die Ausschreibung und die gewinnbringende Verpachtung zu buhlen. Freunde werden zu Feinden und umgekehrt.“

Alle Informationen dazu hier: https://www.zdf.de/serien/unterleuten/unterleuten—das-zerrissene-dorf-1-100.html

Kann die Filmkunst zur Menschwerdung beitragen?

„Das Geistige im Film ist ein noch unentdeckter Kontinent, ein Kapitel der Filmgeschichte, das noch nicht wirklich aufgeschlagen wurde. Es sollte uns nicht genügen, immer wieder die gleiche Form des Kinos zu reproduzieren. Um etwas in unserem Leben wahr werden zu lassen, müssen wir es vorher gesehen haben. Es wäre verfehlt und unrealistisch, das derzeitige Filmsystem angreifen oder gar abschaffen zu wollen, aber es bedarf dringend der Ergänzung und des Ausgleichs. Was den meisten Filmen fehlt, ist nicht das technische Vermögen, sondern der emotionale und geistige Reichtum. Im Grunde wäre das Fernsehen ein ideales Medium, den Zuschauer Erfahrungen mit neuen Formen machen zu lassen, ihre Wahrnehmungsmöglichkeiten zu erweitern. Bei einer so großen Anzahl von Fernsehkanälen sollte es sich unsere Gesellschaft zur Aufgabe stellen, zumindest einen „Leuchtturm“ zum Brennen zu bringen. Wenigstens einen Fernsehkanal zur Schutzzone zu erklären, auf dem sich der Zuschauer sicher fühlen könnte, weil der Fernsehdirektor und die Gremien bei der Auswahl des Programms die Verantwortung für die Seelen ihrer Zuschauer im Blick hätten. Keine Zerstreuung, sondern Sammlung. Gerade in Anbetracht der kollektiv erbrachten Rundfunkgebühren sollte ein solches Vorhaben umgesetzt werden. Lebendi­ges Leben eingebettet in einem zeitlos, geistigen Organismus.

Dort könnten die europäischen Pioniere Robert Bresson, Ingmar Bergman, Luis Buñuel geehrt werden, Pier Paolo Pasolinis „Das Evangelium nach Matthäus“ (1964) und Carl Theodor Dreyers „Das Wort“ (1955), „Der Himmel über Berlin“ (1987) von Wim Wenders oder der amerikanische Filmklassiker „Lost Horizon“ (1937) von Frank Capra gezeigt werden. Und aus dem asiatischen Kino bieten sich die Filmwerke von Akira Kurosawa und Yasujiro Ozu. In „Rashomon“ (1954), einem Klassiker des japanischen Kinos, stellt sich das Erleben eines scheinbar für alle Beteiligten gleichen Geschehens als subjektiv sehr verschieden dar und zieht da­mit die objektive ethische Urteilsfähigkeit des Menschen in Zweifel. Ebenso ist der Film „Warum Bodhi Dharma in den Orient aufbrach“(1989) von Young-kyon Bae zu erwähnen. Und es sollten auf jeden Fall auch Filme aus der Bildenden Kunst gezeigt werden wie „Variations Of A Cellophane Wrapper“ (1970) von David Rimmer, „Pas des Deux“ (1968) von Norman McLaren und „Lapis“ (1966) von James Whit­ney, nicht zu vergessen die Arbeiten von Maya Deren und Jordan Belson.

… Filmkunst als Ausdruck und Weg unseres geistigen und seelischen Erwachens. Und als Mittel und Medium unserer Selbstgestaltung.“

Gefunden habe ich dieses Zitat Hier: http://www.organisationzurumwandlungdeskinos.de/ Er erschien unter dem Titel „Kann die Filmkunst zur Menschwerdung beitragen?“ im ersten Heft der neu aufgelegten „Magischen Blätter“, Ronnenberg, Frühjahr 2020

Mehr hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/monatszeitschrift

Gottes ist der Orient, Gottes ist der Occident

Screenshot aus der Sendung

Der „West-Östliche Divan“

1819 veröffentlichte Johann Wolfgang von Goethe sein umfangreichstes lyrisches Werk, den „West-Östlichen Divan“. Es ist seine Auseinandersetzung mit dem Islam, seine Hauptquelle ist der persische Dichter Hafiz.

https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/west-oestlicher-divan-102.html

Aktuell noch in der Mediathek greifbar…

Das Bauhaus – 1994 in den USA gesehen

Screenshot des Films

http://www.ubu.com/film/bauhaus_doc.html

Die 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Bauhausschule für Design, Handwerk und Architektur hat die Struktur des Kunstschulunterrichts maßgeblich revolutioniert, und ihre Grundprinzipien des Designs sind heute ein moderner Alltag. Die Dokumentation (aus den USA von 1994. w.k.) deckt das gesamte Werk des Bauhauses ab, das Architektur, Design und so unterschiedliche Disziplinen wie Töpferei, Weberei, Theater und Ballett umfasst. Es wird auch die Auswirkung der revolutionären Methode des Bauhaus-Workshopunterrichts auf die Kreativität der Schüler bewertet. Der Film vereint nachdenkliche Kommentare von Architekten, Lehrern, Ex-Schülern und aktuellen Experten zum Bauhaus und enthält amüsante Anekdoten und Vintage-Filmmaterial über die Arbeit seiner Gründungsmitglieder.

Wie Stanley Kubrick lernte die Bombe zu lieben

Screenhot des Trailers

Arte.tv schreibt dazu:

Nach dem Erfolg von „Lolita“ erreicht Stanley Kubrick Anfang der 60er Jahre die langersehnte künstlerische Unabhängigkeit, die es ihm ermöglicht, seine Filme so zu produzieren, wie er möchte. Gemeinsam mit dem Schriftsteller Terry Southern adaptiert er den Roman „Red Alert“ von Peter George, eine Parodie auf eine der ältesten Phobien des Filmemachers, die atomare Bedrohung.

https://www.arte.tv/de/videos/086680-005-A/dr-seltsam-oder-wie-ich-lernte-die-bombe-zu-lieben-ein-film-eine-minute/