Das ganze Übel von heute…

Leo Tolstoi / Bild: wikimedia

 

Das ganze Übel von heute kommt daher, dass die sogenannten zivilisierten Leute, denen die Gelehrten und Künstler zur Seite stehen, eine privilegierte Klasse sind, wie die Priester. Und diese Kaste hat alle Fehler einer jeden Kaste.

Leo Tolstoi 1887 in einem Brief, den Romain Rolland zitiert hat

Ohne zu ordnen und zu gestalten lässt sich nicht leben

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Was ist denn übrigens ein Buch, wenn nicht eine Art ausführlicher und besonderer Brief: also eine Hinwendung, ein Mitteilen, ein Denken an den anderen; und zugleich ein Gehorsam dem eigenen Herzen gegenüber, welches fordert, dass gewisse Dinge ausgesprochen werden, die sich vielleicht lange im Stillen vorbereitet haben und durch die Aussage geordnet und gestaltet werden. Anders, nämlich ohne zu ordnen und zu gestalten, lässt sich nicht leben.

 Jean Gebser (1905 – 1973)

Es nehmen lernen ohne allzuviel fallen zu lassen

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Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns gegeben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll nie getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung; und wollen sehen, daß wirs nehmen lernen, ohne allzuviel fallen zu lassen von dem, was es zu vergeben hat, an die, die Notwendiges, Ernstes und Großes von ihm verlangen.

Rainer Maria Rilke (1875–1926) schrieb dies in einem Brief an seine Frau Clara am 1. Januar 1907

Ein Jahr voll nie gewesener Dinge…

Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns gegeben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll nie getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung; und wollen sehen, daß wirs nehmen lernen, ohne allzuviel fallen zu lassen von dem, was es zu vergeben hat, an die, die Notwendiges, Ernstes und Großes von ihm verlangen.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) in einem Brief an seine Frau Clara am 1. Januar 1907

Schreib mal wieder…

Es brauchte erst die Hinweise eines Mannes, der für Geheimdienste arbeitet, um einer breiteren Öffentlichkeit vor Augen zu führen: Wir sind nicht allein, wenn wir mailen, simsen, posten etc.  Es gibt da welche, die lesen mit.

briefpostreloaded

Da erinnert man sich doch gern jener alten Zeiten, in denen das Wort „Briefgeheimnis“ noch eine Bedeutung hatte. Aber sie können ja zurück kommen. Karte oder DIN A 4-Blatt nehmen, beschreiben, in einen Umschlag, Absender und Adresse drauf, mit einer Briefmarke versehen und ab damit in einen der seltener gewordenen Briefkästen – aber dafür, den zu finden, gibt es ja eine App 😉

In diesem Sinne: Schreib mal wieder…