Auf dem Boden geblieben

Foto: © wak

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Fünf Gewissheiten

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1. Es ist der natürliche Verlauf, dass ich alt werde.
Es gibt keinen Weg, dem Altern zu entgehen.

2. Es ist der natürliche Verlauf, dass ich Krankheiten bekomme werde.
Es gibt keinen Weg, dem Krankwerden zu entgehen.

3. Es ist der natürliche Verlauf, dass ich sterben werde.
Es gibt keinen Weg, dem Tod zu entgehen.

4. Es ist der natürliche Verlauf, dass alles woran ich hänge,
und alle, die mir lieb sind, sich verändern.
Es gibt keinen Weg, dem Getrenntwerden von ihnen zu entgehen.

5. Meine Taten sind mein einzig wirkliches Erbe.
Den Folgen meiner Taten kann ich nicht entgehen.
Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe.

Thich Nhat Hanh (*1926) in: Der Klang des Bodhibaums

Friedhelm Hengsbach SJ 75 Jahre

75 Jahre alt wird heute der Jesuit Friedhelm Hengsbach. Der in Dortmund geborene hervor-ragende Repräsentant der Katholischen Soziallehre stand  von 1992 bis 2006 dem nach dem Nestor der katholischen Soziallehre benannten Oswald-von-Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik vor. Heute lebt Hengsbach in einer Jesuiten-Kommunität in Ludwigshafen.

Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:

„Die Finanzmärkte, deren spekulative Attacken sich auf Devisen-, Nahrungsmittel- und Anleihemärkten austoben. Der Kern der aktuellen Krise ist der ‚Krieg‘ zwischen privater Kapitalmacht und demokratisch legitimierten Staaten. Oder der grundlegende Konflikt zwischen Privatinteressen und dem öffentlichen Interesse. Dieser Konflikt wird auch auf den Arbeitsmärkten ausgetragen. Die Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland sind entregelt worden.

Trotz des Jobwunders werden Niedriglöhne gezahlt, die Altersarmut erzeugen. Der monetäre Konflikt verschärft die Konkurrenz um die knappen Böden, die zur Energiegewinnung statt für Nahrungsmittel genutzt werden. Und die Digitalisierung der Finanzmärkte löst einen zusätzlichen Beschleunigungsschub aus. Quartalsgewinne garantieren keine Nachhaltigkeit.“

P. Friedhelm Hengsbach S.J. im Gespräch mit dem Domradio, Köln. Das komplette Interview hier:

http://www.domradio.de/aktuell/82918/beunruhigt-ueber-kirche-und-finanzmaerkte.html

Deutschland liegt am Boden

Es ist wieder soweit. Deutschland liegt am Boden. Straßenränder, Mittelstreifen, Fahrbahnen – allüberall liegen sie nun, die abgefallenen Deutschlandfahnen, deren Halterung am Autofenster oder sonstwo nicht stabil genug war. Schwarz. Rot. Gold. Drei eigentlich wunderschöne Farben – sie liegen im Dreck. Na ja, ein paar Wochen, dann hat die Müllabfuhr auch sie entsorgt.