… und alle Fragen offen

Bertolt Brecht in „Der gute Mensch von Sezuan“  Foto: © wak

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Bertolt Brecht zu Wahrheit und Lüge

Wer die Wahrheit
nicht weiß,
der ist bloß ein Dummkopf.

Aber wer sie weiß,
und sie eine Lüge nennt,
der ist ein Verbrecher!

Bertolt Brecht (1898-1956) in: Leben des Galilei, Bertolt Brecht Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, Suhrkamp Verlag, Band 5 (Stücke 5), 1988, S. 248.

Alte Dummheiten von neuen Antennen

Von den neuen Antennen
kamen die alten Dummheiten.

Die Weisheit wurde
von Mund zu Mund weitergegeben.

Bertolt Brecht in seinem Gedicht „Die neuen Zeitalter“.

Gefunden habe ich das Zitat in der Einleitung des Buches „Oma Hilde, Sokrates und der Dalai Lama: Was wir von weisen Menschen lernen“ von Kristin Raabe.

Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit

Durch die jahrhundertlangen Gepflogenheiten des Handels mit Geschriebenem auf dem Markt der Meinungen und Schilderungen, dadurch, daß dem Schreibenden die Sorge um das Geschriebene abgenommen wurde, bekam der Schreibende den Eindruck, sein Kunde oder Besteller, der Mittelsmann gebe das Geschriebene an alle weiter. Er dachte: ich spreche, und die hören wollen, hören mich. In Wirklichkeit sprach er; und die zahlen konnten, hörten ihn. Sein Sprechen wurde nicht von allen gehört, und die es hörten, wollten nicht alles hören. Darüber ist viel, wenn auch noch zu wenig gesagt worden; ich will hier nur hervorheben, daß aus dem „Jemandem schreiben“ ein „schreiben“ geworden ist. Die Wahrheit aber kann man nicht eben schreiben; man muß sie durchaus  jemandem  schreiben, der damit etwas anfangen kann. Die Erkenntnis der Wahrheit ist ein den Schreibern und Lesern gemeinsamer Vorgang. Um Gutes zu sagen, muß man gut hören können und Gutes hören. Die Wahrheit muß mit Berechnung gesagt und mit Berechnung gehört werden. Und es ist für uns Schreibende wichtig, wem wir sie sagen und wer sie uns sagt.

Bertolt Brecht in: „Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit“

 

Den kompletten Text gibt es hier:

http://www.gleichsatz.de/b-u-t/spdk/brecht2.html

Weisheiten von Mund zu Mund

Von den neuen Antennen
kamen die alten Dummheiten.

Die Weisheit wurde
von Mund zu Mund weitergegeben.

Bertolt Brecht in seinem Gedicht „Die neuen Zeitalter“.

Gefunden habe ich das Zitat in der Einleitung des Buches „Oma Hilde, Sokrates und der Dalai Lama: Was wir von weisen Menschen lernen“ von Kristin Raabe.