Erinnerungen an Majdanek…

Cover der Broschüre

Da bin ich wegen einer Fotoausstellung im #JustizzentrumGelsenkirchen und sehe, dass dort auf den Düsseldorfer Majdanek-Prozess hingewiesen wird. Aufsteller zeigen Täter, Opfer etc. Natürlich musste ich da an den Band mit dem Interview mit Heiner Lichtenstein denken, den ich vor vielen Jahren interviewt habe zu dem Prozess. Und dazu sind die fantastischen Bilder von #MinkaHauschild gekommen, deren Originale jetzt im Jüdischen Museum Berlin zu sehen sind…

https://de.scribd.com/doc/299234750/Werner-Krebber-Hg-Das-Gedachtnis-der-Menschheit

P.S. Einige wenige Exemplare sind noch da…

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Montags an der Tanke

Foto: © wak

 

Es ist wieder so weit. Schnell ist Montag. Wer da versucht, sich Richtung später Nachmittag einer Tankstelle zu nähern, kann sein blaues Wunder erleben. Menschen sind nicht mehr so, wie sie vorher waren. Ihre Gesichter verzerren sich zu jenem Ausdruck, der von einer „Geizistgeil“-Mentalität her zu kommen scheint. Straßen verstopfen zusehends. Süsser die Kassen der Tankstellen nur Montags klingeln.

Liebe Mineralölgesellschaften. Tragt bei zum vorweihnachtlichen Frieden. Senkt die Benzinpreise die ganze Woche über um ein, zwei Cent und die Menschen können Menschen bleiben, so wie sie es doch wirklich wollen.

P.S. Dieser Vorschlag zur Güte könnte auch im kommenden Jahr gelten…

Carl Sonnenscheins Berliner Babylon

„Babylon Berlin“, die aktuelle kleine Serie, zeigt unter anderem krass die sozialen, politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Verwerfungen am Ende der 20er Jahre um 1929.

Bei manchen der Bilder musste ich an Carl Sonnenschein denken, der von 1876 – 1929 lebte. Als Großstadtseelsorger in Berlin beeindruckte er Kurt Tucholsky ebenso wie Elke Lasker-Schüler, Theodor Eschenburg oder Heinrich Brüning.

„Seine pastorale Kreativität, seine soziale Sensibilität, seine Offenheit für die Kunst, seine Impulse für die Politik und seine offensive ‚Veröffentlichung‘ des Christentums erweisen ihn als Beispiel eines aufmerksamen Zeitgenossen und couragierten Kirchemannes…“ schrieb Prof. Dr. Michael Sievernich S.J. im Nachwort des von mir herausgegebenen Bandes „Den Menschen Recht verschaffen – Carl Sonnenschein – Person und Werk“, Würzburg 1996

 

Cover des von mir herausgegebenen Buches

„Wie konkret, wie ernst gemeint, wie notwendig und drängend dieses breit gestreute, zeit- und kraftraubende Engagement Sonnenscheins war, was er für jeden mitbrachte, der Not litt und Sorgen hatte, was er an Weltsicht und Klarheit einbrachte, zeigt sich wohl niergendwo deutlicher als in den Texten, die als „Notizen“ erschienen…“ habe ich in meinen biographischen Skizzen über ihn dort geschrieben. (w.a.k.)