Liebe und Zorn – Lange Nacht über Jacob Böhme

https://www.deutschlandfunkkultur.de/eine-lange-nacht-ueber-den-mystiker-jacob-boehme-liebe-und.1024.de.html?dram:article_id=473349

Zu Lebzeiten von der Kirche als Ketzer verschrien, gilt Jacob Böhme heute als bedeutendster Autor der christlichen Mystik – obwohl er ein einfacher Schuhmacher war. Worin liegt die Faszination seines Denkens? Und was hat er uns heute zu sagen?

Mehr über Jacob Böhme auch hier, erschienen in: Magische Blätter, CI. Jahrgang, Frühjahr 2020:

Jacob Böhme (1575–1624) ist eine der unbekanntesten und gleichzeitig bedeutendsten Figuren der deutschen Geistes­geschichte. Er war Zeitgenosse Shakespeares, Giordano Bru­nos und Galileis und lebte als Schuhmacher und Tuchhändler in Görlitz an der Neiße. Nach mehreren Erleuchtungserfah­rungen begann er, seine inneren Erlebnisse und Visionen auf­zuzeichnen und offenbarte sich dabei als ein starker Sprach­gestalter. 1612 verfasste er für sich selbst als Erinnerungsbuch den Text „Morgenröte im Aufgang“, einen grandiosen Ent­wurf christlicher Theosophie und Kosmosophie. Hier stellte er die Erkenntnis- und Willensfreiheit des Menschen in den Mittelpunkt. Trotz Schreibverbots und Ketzereiverdachts durch die lutherisch-orthodoxe Obrigkeit wurden Böhmes Schriften in den politisch unabhängigen und geistig aufgeschlossenen Kreisen des schlesischen Adels bekannt. Die letzten Jahre sei­nes Lebens war er ausschließlich mit der Niederschrift sei­ner Texte beschäftigt, ein schon zu Lebzeiten in weiten Tei­len Europas als „Philosophus Teutonicus“ berühmter Mann. Der Autor der dreistündigen Sendung ist Ronald Steckel.

https://verlagmagischeblaetter.eu

Das eine steht in unserer Macht das andere nicht

Foto: © wak

Das eine steht in unserer Macht, das andere nicht. In unserer Macht stehen: Annehmen und Auffassen, Handeln-Wollen, Begehren und Ablehnen – alles, was wir selbst in Gang setzen und zu verantworten haben. Nicht in unserer Macht stehen: unser Körper, unser Besitz, unser gesellschaftliches Ansehen, unsere Stellung – kurz: alles, was wir selbst nicht in Gang setzen und zu verantworten haben.

Epiktet (* um 50 – † um 138)