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Sufi-Mystik und Doing Nothing am 27. Oktober / Herzliche Einladung

Rumi war einer der bekanntesten Sufi-Mystiker

 

Kommt, kommt,
wer ihr auch sein möget:
Wanderer, Anbeter, die ihr den Abschied liebt.
Es hat keine Wichtigkeit.

Unsere Karawane ist nicht eine der Verzweiflung.
Unsere Karawane ist eine des unendlichen Glücks.

Kommt, auch wenn ihr eure Vorsätze tausend Mal gebrochen hast.
Kommt, kommt wieder. Kommt.

Dschelaluddin Rumi (1207-1273)

 

Bitte den Termin 27. Oktober schon mal vormerken…

Nähere Informationen folgen noch.

 

 

Nachlass – Eindrucksvoller Film um Bewältigungsversuche

Screenshot der 3sat-Homepage

Auf der Seite von 3sat heißt es dazu:

„In Gesprächen mit sieben Nachkommen von NS-Tätern und Opfern geht der Film ihren Bewältigungsversuchen der unfasslichen Verbrechen nach, getrieben von dem Wunsch, sich von der Last verdrängter Schuld zu befreien.

Wie geht man damit um, wenn man erfährt, dass der eigene Vater an Kriegsverbrechen wie der Erschießung hunderter Menschen beteiligt war? „Nachlass – lass nach“ schreibt einer der Protagonisten, Sohn eines von Hitler mehrfach ausgezeichneten Kampffliegers auf ein Gemälde. Er erzählt, wie er damit versucht, die Schwere von dessen Erbe künstlerisch zu verarbeiten.

Dann ist da der Chemiker, dessen Vater Polizeiführer bei den Einsatzgruppen war, verantwortlich für die Ermordung tausender Menschen. Da ist die ehemalige Gymnasiallehrerin, deren Vater SS-Arzt war. Immer noch hofft sie, dass ihr Vater nicht selbst geschossen hat. Da ist die Psychologin, deren Vater ein ranghoher SS-Mann war. Sie heilt die Traumata anderer und versucht auch ihres zu ergründen. Und da ist ihr jüdischer Kollege, dessen Großeltern in Ungarn ermordet wurden. Beide sind Mitglied einer Dialoggruppe von Kindern aus Täter- und Opferfamilien. Sie sprechen über Wut, Scham und Vergebung.

Und da ist der Sohn der Psychotherapeutin und Enkel des Nazi-Großvaters. Er nähert sich als junger Filmemacher – schon mit einer gewissen Distanz – der Nazigeschichte in der Familie. Und nicht zuletzt ist da die junge Israelin, Historikerin und Enkelin eines Ausschwitz-Überlebenden, die zum Studieren nach Deutschland gegangen ist und sich für die Motive der Täter interessiert. Sie macht Führungen in der Gedenkstätte „Topografie der Terrors“ in Berlin. Als sie zusammen mit ihrem Großvater Ausschwitz besuchte, war es ihr unmöglich, professionelle Distanz als Historikerin zu wahren: Durch ihn wurden die Leiden, die er an diesem – heute zum Museum gewordenen – Ort erlebte, real, und sie verstummte.
Wechselvolle Bewältigungsversuche

Christoph Hübner und Gabriele Voss montieren die Gespräche so, dass der Zuschauer sich mit den Protagonisten zunächst der Entdeckung des „Nachlasses“ ihrer Väter annähert, über das in den Familien geschwiegen wurde. Sodann werden ihre zum Teil wechselvolle Bewältigungsversuche nachvollzogen, durch die sie ihre eigenen Kinder entlasten und eine Haltung für die Zukunft gewinnen wollen. Zwischen die Gespräche werden unkommentiert Beobachtungen von Orten gesetzt, die Ausdruck der deutschen Erinnerungskultur sind oder auf die noch lange nicht abgeschlossene Arbeit der Aufklärung von Kriegsverbrechen verweisen.“

Hier kann der Film in der Mediathek gesehen werden: https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/nachlass-100.html

 

Nichts anderes als Hinblicken / Simone Weil und Doing Nothing am Mystiksonntag 8. 9. 2019

 

Simone Weil / Foto: Archiv

Religion besteht
in nichts anderem
als in einem Hinblicken

Simone Weil (1909 – 1943)

 

Simone  Weil ist eine der faszinierendsten und widersprüchlichsten Mystikerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Tochter jüdischer Eltern ist stets voll rebellischem Eifer: als Anarchistin und Marxistin, als Philosophin, Arbeiterin und Pazifistin. Ihr radikales Denken bleibt aber nicht in Theorien stehen. Es wird auch zu konkretem Handeln: unter anderem als Spanienkämpferin bei den internationalen Brigaden und im französischen Widerstand.

Für den intellektuellen Werdegang von Simone Weil, der zunächst agnostisch geprägt ist, sind Platon und Pythagoras, Kant, Heidegger und Marx bestimmend. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes: 1938 hört sie während einer Messe in der französischen Abtei Solemnes gregorianische Gesänge. Sie hat hier ihre erste mystische Erfahrung. Für sie öffnen sich neue Welten. Bhagavadgita und Upanishaden gehören jetzt zu ihrer Lektüre, buddhistische und taoistische Gedanken, aber auch christlich-mystische Texte wie die des Johannes vom Kreuz. Simone Weil findet in ganz verschiedenen spirituellen Traditionen den Blick auf Gott. Aufmerksamkeit und Schönheit, aber auch Leiden, Kreuz und Unglück werden zu ihren Themen.

Zahlreiche Notizen von Simone Weil, die erst posthum veröffentlicht wurden, legen Zeugnis ab von ihrem tiefen religiösen Denken und der Umsetzung davon im konkreten Leben. Einige von ihnen wollen wir am 8. September genauer in Augenschein nehmen und auf ihren Widerhall in uns überprüfen.

Wer nur Interesse an der Doing Nothing Praxis hat ist eingeladen erst um 12:30 zu kommen und bezahlt nur 10 Euro.

 

Organisatorisches:

 

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Werner A. Krebber: Fon / AB 0209 / 20 56 95  am besten aber über Email: werner.krebber@web.de

Adresse der Veranstaltung: Rolandswerther Str 14  – 50937 Köln

(bei Kaluza/Westmeier klingeln)

 

 

Zum Mystikkreis Köln:

Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz, meist am ersten Sonntag des Monats.

An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro

(+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

 

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani  doingnothing.de

Werner mystikaktuell.wordpress.com

 

Informationen auch hier über facebook: https://www.facebook.com/events/1117113541822125/