Enzensberger: Bewusstseins-Industrie

Foto: © wak

In seinem eignen Bewusstsein dünkt ein jeder, und noch der unselbständigste Kopf, sich souverän. Seitdem von der Seele nur noch die Rede ist, wenn nach dem Beichtvater oder nach dem Psychoanalytiker gerufen wird, gilt es als die letzte Zuflucht, die das Subjekt vor der katastrophalen Welt bei sich selber sucht und zu finden meint, so als wäre es eine Zitadelle, die der alltäglichen Belagerung zu widerstehen vermöchte. …

Erster Satz des nach wie vor gültig scheinenden Buches: Hans Magnus Enzensberger (* 11. November 1929) in „Bewusstseins-Industrie“
https://www.suhrkamp.de/buecher/einzelheiten_i-hans_magnus_enzensberger_10063.html?d_view=inhaltsverzeichnis