Fotografinnen an der Front

Screenshot der Homepage

Auf der Webseite zur Ausstellung heißt es: „Entgegen der weitläufigen Vorstellung, die Kriegsfotografie sei ein von Männern dominiertes Berufsfeld, gibt es eine lange Tradition von in Kriegsgebieten tätigen Fotografinnen. Sie haben mit derselben Selbstverständlichkeit wie ihre männlichen Kollegen weltweite Krisen dokumentiert und unser Bild vom Krieg maßgeblich mitgeprägt. Im Gegensatz zu diesen erhielten die Fotografinnen häufig uneingeschränkten Zugang zu Familien und Betroffenen, von denen sie besonders emotionale Porträts schufen. Sie waren aber ebenso an vorderster Front tätig und machten Aufnahmen von Kriegsopfern, die den Betrachter nicht schonen.

Die Ausstellung präsentiert rund 140 Arbeiten von acht Fotografinnen aus den letzten 80 Jahren; vertreten sind Carolyn Cole (*1961), Françoise Demulder (1947–2008), Catherine Leroy (1944–2006), Susan Meiselas (*1948), Lee Miller (1907–1977), Anja Niedringhaus (1965–2014), Christine Spengler (*1945) und Gerda Taro (1910 –1937)*. Die Fotografinnen, deren Arbeiten von den europäischen Konflikten der 1930er- und 1940er-Jahre bis zu den jüngsten internationalen Kriegsgeschehen reichen, bedienen sich verschiedenster Bildstrategien und Erzählformen. Ihre Herangehensweisen changieren zwischen der Wahrung sachlicher Distanz, unmittelbarer Direktheit und persönlicher Anteilnahme. Unter den Aufnahmen finden sich intime Einblicke in den Kriegsalltag und Zeugnisse erschütternder Gräueltaten ebenso wie Hinweise auf die Absurdität des Krieges und seiner Konsequenzen.“

https://www.kunstpalast.de/de/museum/ausstellung/aktuell/fotografinnen-an-der-front

* Einige der Aufnahmen von Taro waren zunächst mitunter als Bilder von Robert Capa (1913 -1954) publiziert worden

Mein Fazit: Die Ausstellung ist nicht nur herausragend aufgrund der ausgewählten Fotos. Sie zeichnet die Brutalität von Krieg in ganz verschiedenen Facetten mit großer Eindringlichkeit. Unbedingt zu empfehlen, sich diese Ausstellung anzusehen!

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