Pieter Brueghels „Volkszählung“ in 3D

brueghel1Die „Volkszählung“ von Brueghel durch ein Guckloch betrachtet Foto: © wak

Auf der Homepage des Bayerischen Nationalmuseums heißt es:

Die „Volkszählung zu Bethlehem“ entstand 1566 und gehört heute zu den berühmtesten Gemälden von Pieter Brueghel d. Ä.. Die Münchner Künstlerin Martina Singer hat das Winterbild in einer szenischen Installation dreidimensional umgesetzt.

 Die Darstellung zeigt das Alltagsleben in einem verschneiten Dorf bei Sonnenuntergang. Der Betrachter muss genau hinsehen, um die versteckte Botschaft zu erkennen. Die vielen lebensnah geschilderten Alltagsszenen ziehen mehr in den Bann als die ankommende heilige Familie. Noch stärker gilt das für die dreidimensionale Interpretation, denn der für Brueghels Kunst typische Eindruck des direkten Miterlebens wird durch die Räumlichkeit gesteigert, bei der man jede Gruppe von verschiedenen Seiten betrachten kann.

 brueghel2Aus einer anderen Perspektive ist die dreidimensionale Gestaltung zu sehen Foto: © wak

Martina Singer hat Brueghels Gemälde auf einer Fläche von circa 2,5 x 3,5 Meter nachgebaut. Häuser, Bäume und Geräte sind aus Pappe und Holz nachgebildet, die Figuren aus einer Modelliermasse geformt. Ihre getreue Wiedergabe zielt nicht auf eine fotorealistische Kopie, sondern in erster Linie auf den Ausdruck der Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Dennoch beeindruckt die Nähe zum Original in der Farbigkeit, den Proportionen und den topografischen Details. Lässt man sich auf die zauberhafte Miniaturwelt ein, beginnen die Figuren ein Eigenleben zu führen.

 

Die Installation ist noch bis zum 3. April 2017 zu besichtigen  (Saal 105; neben dem Museumsshop)

http://www.bayerisches-nationalmuseum.de/index.php?id=934

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