Bahnriss bei Papier und Kultur

BahnrissScreenshot

 

Eine Ausstellung über Papier und Kultur zeigt die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig ab der kommenden Woche. Auf der Homepage heißt es:

„Seitdem italienische Papiermacher im 13. Jahrhundert Verfahren entwickelt hatten, mit denen aus alten Lumpen in großen Mengen schönes, großformatiges und weißes Papier hergestellt werden konnte, setzte jene »Epoche des Papiers« (Lothar Müller) ein, die zu einer beispiellosen kulturellen Entfaltung führte. Die weiße Kunst der Papiermacher und die schwarze Kunst der Buchdrucker schienen für immer gleichsam füreinander bestimmt.

Wenn im Maschinensaal der Papierfabrik der Ruf »Bahnriss!« erschallt,
wissen die Papiermacher, was Sache ist – ein technischer Störfall ist eingetreten, die Produktion muss neu in Gang gebracht werden. Doch heute droht ein ganz anderer Riss – die über Jahrhunderte sich geradezu symbiotisch entwickelnde enge Bindung von Papier und Kultur ist im Zeitalter der Apps, die auf Smartphones oder Tablets angezeigt werden, sehr brüchig geworden.

Unter solchen Umständen ist es für das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig ein besonderer Ansporn, im Rahmen einer Wechselausstellung der traditionellen Verknüpfung von Papier und Kultur nachzuspüren.“

Das komplette Programm findet sich hier:

http://www.dnb.de/SharedDocs/Downloads/DE/DNB/aktuell/einladungyBahnriss.html

Die Ausstellung ist bis 2. Oktober 2016 zu sehen.
Eintritt frei. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 20 Uhr. An Feiertagen (außer montags) von 10 – 18 Uhr

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