Buchenwald im Buchenland?

Im Zusammenhang damit, dass weitere Standorte zum „Weltkulturerbe“ der UNESCO benannt werden sollen, ist auch Deutschland im Blick.

„Deutschland ist ein Buchenland. Wenn der Mensch nicht in die Natur eingegriffen hätte, würde Deutschland flächendeckend von Buchenwäldern bewachsen sein,“ sagt Heike Britz, die fürs Bundesumweltministerium nach Paris gereist ist. Für sie wäre es ein Riesenerfolg, wenn der Nationalpark Hainich in Thüringen, aber auch Wälder in Brandenburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern künftig zum UNESCO-Welterbe gehören. Kulturhistorisch betrachtet, erklärt sie, spielt die Buche nämlich eine viel größere Rolle als die deutsche Eiche: „Wenn Sie das Wort ‚Buch‘ hören, ‚Buchstabe‘ – das hat eine ganz interessante kulturelle Verquickung. Eigentlich sind wir ein Buchenland – und nicht ein Eichenland.“

So nachzulesen hier: http://www.tagesschau.de/ausland/unesco132.html

Von kultureller Verquickung kann allerdings bei „Buchenwald“, jenem grauen-vollen Konzentrationslager, sicher nicht mehr die Rede sein. So weit ist er vom Hainich nicht entfernt. Vielleicht sollte Frau Britz doch noch mal genauer hinsehen. Oder einfach mal Jorge Sempruns Buch „Die große Reise“ lesen.

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